Im Nachgang: Das war ein wunderbares Konzert am 28.9.2025

Am Sonntag, den 28.09., fand in der Wannweiler Kirche Sankt Michael ein musikalischer Abend der Reihe „Musik für die Seele“ statt, wie sonst als Benefizkonzert für die Anschaffung einer neuen Orgel. Die Konzertbesucher wurden auf eine facettenreiche Reise durch mehrere Jahrhunderte mitgenommen, wie bereits der Titel „Kontraste“ verriet.

Nachdem sich in den vergangenen Jahren jeweils ein roter Faden durch den Abend zog, habe sich diesmal einfach nichts Gemeinsames ergeben, erklärte Dagmar Tumele zu Beginn des Konzerts. Das eröffnete den Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, Werke zu präsentieren, die ihnen besonders am Herzen liegen oder die sie aktuell beschäftigen. Hieraus ergab sich das kontrastreiche Programm, das den Bogen vom barocken Flötenkonzert bis zur Filmmusik des 20. Jahrhunderts spannte.

Dagmar Tumele, die die Konzertreihe seit sieben Jahren organisiert, konnte leider nicht selbst spielen. Julien Flad hatte nur wenige Tage zuvor angeboten, einzuspringen und eröffnete an ihrer Stelle den Abend gemeinsam mit dem Flötisten Roland Geiger. Virtuos interpretierten sie die Suite in a-moll von Georg Philipp Telemann.

Mehrere klassische und romantische Lieder hatte Carsten Engel unter dem Titel „Von verwegenen und ernsten Dingen“ vereinigt. Unter der Begleitung von Julien Flad bot der Bariton gefühlvoll Lieder aus Mozarts Opern „Die Zauberflöte“ und „Figaros Hochzeit“ sowie dem Zyklus „Dichterliebe“ von Robert Schumann dar.

Im Folgenden wurde Julien Flad von Sorin Cioinaru-Rainer am Klavier begleitet. Er hatte vier Lieder des englischen Komponisten Roger Quiler ausgewählt, mit dem er sich bereits während seines Studiums beschäftigt hatte. Dabei kontrastierten englische und schottische Melodien, aber auch inhaltlich Gegensätzliches wie Liebe, Tod sowie ein lustiger Müller.

Pfarrer Tomas Begovic fand mit dem Text „Die 10 Gebote der Gelassenheit“   von Papst Johannes XXIII Worte für die Seele.

„Orgelgrüße aus Wales“ sandte Julien Flad mit der Hymne „Rhosymedre“ des anglikanischen Priesters Ralph Vaughan Williams aus dem 19. Jahrhundert. Diese berührte weniger durch anspruchsvolle Technik, denn durch die gelungene Interpretation und ihre sanften Harmonien.

Den größten Kontrast bildete sicherlich die Filmmusik, die Kristina Stiegler als Abschluss des Konzerts auf der Orgel spielte. Ohne diese wäre sie nicht Musikerin geworden, so Stiegler in ihrer Einführung. Technisch gekonnt spielte sie zwei Werke des Oscarpreisträgers für Filmmusik, Hans Zimmer sowie den Klassiker von Queen „Who wants to live forever“ aus dem Film „Highlander“.

Mit langanhaltendem Applaus dankten die Zuhörer für das abwechslungsreiche Programm und die berührenden Momente. Entlassen wurden wir mit dem Segen.

Ein Beitrag von Cornelia Klein

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