Bericht aus dem Kirchengemeinderat (KGR) Klausurtagung März 2026

Vor einem Jahr wurde der Kirchengemeinderat neu für eine Amtszeit bis 2030 gewählt. Der Altersschwerpunkt der Gewählten liegt bei der mittleren Generation. Fast alle sind voll im Erwerbsleben. Die Hälfte der Räte war neu im Gremium. Gremiumsarbeit wird erst dann wirklich wirksam, wenn man selbst sich als Gruppe entwickelt. Deshalb zog sich der Kirchengemeinderat im März für ein Wochenende in das Kloster Bonlanden im Oberland zurück.

In einem chronologischen Rückblick beleuchtete man die gemachten Erfahrungen. Die Aufgabenstellung, nämlich zusammen mit dem Pfarrer die Gemeinde zu leiten, bedeutet eine große Herausforderung. Insofern waren Abläufe zunächst neu und schwierig zu überschauen. Es zeigte sich recht schnell, dass es nicht damit getan ist, irgendwelchen Beschlussvorlagen zuzustimmen oder abzulehnen. Dazu ist vielmehr viel Hintergrundwissen erforderlich. Das erste Arbeitsjahr hat rasch aufgezeigt, dass es nicht ausreichend ist, lediglich zu Sitzungen zusammen zu kommen. Es ist nötig, sich gut zu organisieren und persönlich gegenseitig besser kennen zu lernen, um Einstellungen und Haltungen zu verstehen.

Die Arbeitsweise als Gremium wurde von den Teilnehmern als gut strukturiert und von wertschätzendem gegenseitigem Umgang geprägt empfunden.  Die verschiedensten herausfordernden Themenstellungen,  welche sich in Veränderungen allgemein in der Kirche (Pfarreistrukturen, Finanzen, Gebäude), jedoch besonders auch in unserer Gemeinde (Dienstende Pfarrer und Pfarrsekretärin) zeigen, verursachten jedoch keine Ängste. Die Räte sind zuversichtlich, dieses gut organisiert und aufgestellt bewältigen zu können. Diesem dient gerade die ab Herbst 2025 erarbeitete Linie, sich vom reinen Beschlussgremium zum Handlungsgremium zu entwickeln. Mit kleineren eigenständigen Teams aus Räten (und noch zu gewinnenden Gemeindemitgliedern), die selbst als Akteure tätig werden, wurden die Gemeindeaktivitäten in einzelnen Handlungsfeldern beschrieben. Den Räten ist wichtig, in diesen Handlungsfeldern allen Gemeindemitgliedern einen Raum für Mitgestaltung zu ermöglichen, egal ob man mehr konservativ oder mehr progressiv eingestellt ist. Deshalb ist ihnen wichtig,  gezielte Präsenz mit katholischen/christlichen Angeboten in allen drei Kirchenorten in die Kirchengemeinde, aber auch in die umgebende Gesellschaft hinein zu entwickeln.

Im Rahmen der Kirchengemeinderatssitzung wurden dann als Außenvertreter der Kirchengemeinde Josef Göppert aus Kusterdingen in die Kath. Erwachsenenbildung Tübingen e.V., Gerlinde Münch aus Wannweil in die Diakoniestation Härten e.V., sowie Tanja Kury-Rilling (Wannweil) und Agnieszka Friesch (Kusterdingen) in den ökumenischen Arbeitskreis Echaz-Härten entsandt.

Zur geplanten neuen Kirchenstruktur (Bildung von 50 – 80 Raumschaften, statt über 1.000 Pfarreien) gab der Kirchengemeinderat in der Märzsitzung einstimmig ein Votum gegenüber der Bistumsleitung ab: Man habe keine Einwände gegen die vorgesehene Zusammenlegung mit den benachbarten Seelsorgeeinheiten Tübingen und Steinlach-Wiesaz (Raum Mössingen) – insgesamt 9 Pfarreien –  zu einer neuen Pfarrei. Erste Kontakte zwecks Kennenlernens haben unter Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinderäte bereits stattgefunden.

Mail-Adresse: kgr@christus-koenig.eu

16.04.2026 Alex Bernhard

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