Bei Krankheit

Die Vorstellung, dass ein strenger Gott die Menschen mit Krankheiten für Sünden und Fehler strafen kann, macht neurotisch und körperlich krank. Gott hingegen als liebevolle, wohlwollende Macht zu sehen, beeinflusst die Gesundheit positiv.

„Erschwerend kommt die institutionalisierte Trennung von Leib und Seele dazu. Jahrhunderte lang war die Medizin verantwortlich für den Leib und die Kirche für das Seelenheil. Diese Kluft ist immer noch so tief, dass sie kaum zu überbrücken ist“, so Bischof Gebhard Fürst. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist: Religiosität und Glaube können auf vielfältige Weise heilen und heilsam sein.

Kraft und Trost bei Krankheit

Die Krankensalbung – zur Stärkung und Linderung

Bei der Krankensalbung legt der Priester einem Kranken die Hände auf, salbt ihn mit Öl und spricht ihm zeichenhaft das von Christus verkündete Heil zu. Die Krankensalbung soll dem Kranken Stärkung und Linderung, sowie das Vertrauen auf den Beistand Christi schenken. Volkstümlich wird sie häufig noch als „Letzte Ölung“ bezeichnet, da sie lange Zeit nur Sterbenden gespendet wurde. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wird sie aber als ein Sakrament für schwer Erkrankte verstanden.

Die Krankensalbung kann mehrmals im Leben empfangen werden, auch schon vor einer schwierigen Operation, bei ersten Anzeichen einer schweren Erkrankung oder im hohen Alter. Der Priester salbt Hände und Stirn des/der Kranken mit reinem Olivenöl, das jedes Jahr in einer eigenen Messfeier in der Karwoche vom Bischof geweiht wird. Dabei spricht er die Spendeformel: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

Wenn Sie krank sind, möchten wir Ihnen – wenn Sie das wünschen – einen Krankenbesuch, evtl. auch mit Krankenkommunion oder Krankensalbung anbieten. Nehmen Sie bitte Kontakt zum Pfarramt auf, um einen Besuchstermin mit einem/r der pastoralen MitarbeiterInnen auszumachen.

 

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