Einmal im Jahr zieht es den Kirchengemeinderat in die nahe Ferne. Dies als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit in der Kirchengemeinde.
In diesem Jahr hatte man sich die Wallfahrtskirche Schönenberg ausgesucht. So fuhren 10 Kirchengemeinderäte am 4. Mai nach Ellwangen an der Jagst.
Von Franz-Josef Baier
Die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg ist ein beeindruckender Kirchenbau im Stil des Barock. Im Jahre 1682 wurde der Grundstein für die Kirche durch Johann Christoph von Freyberg (Bischof von Augsburg) gelegt. Anlass war die Verschonung der Stadt Ellwangen vor einem verheerenden Brand im Jahre 1681.
Das Bauwerk wurde nach Plänen des Architekten Michael Thumb nach dem Vorarlberger Münsterschema erstellt und im Jahre 1685 geweiht. Es diente als Vorlage für viele weitere bedeutende Kirchenbauten des Barocks, vor allem in Oberschwaben. 1709 brannte die Kirche nach einem Blitzschlag vollständig aus.

Unermüdlich wie Schwaben sind, machte man sich noch im selben Jahr an die Restaurierung des Bauwerks. Die neue Kirche wurde schließlich im Jahre 1729 fertiggestellt. Heute werden diese Räumlichkeiten als Tagungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart genutzt.
Der Besuch der Wallfahrtskirche mit Führung duch Frau Herrad Küster stellte einen besonders gelungenen und informativen Programmpunkt des Tages dar.
Ein weiteres Hightlight war das Schlendern durch die Altstadt von Ellwangen. Ellwangen kann auf eine über 1250jährige Geschichte zurückblicken. Das Stadtbild ist geprägt von vielen Kirchen, imposanten Bürgerhäusern und heimeligen Ecken und Gassen. Dazu genossen wir Live Jazzmusik auf dem Samstagsmarkt.
Nächster Stop war der Brauereigasthof Rote Ochsen. Beim Roten Ochsen spürt man reichhaltig Traditon. 1542 als Familienunternehmen gegründet, zwei spitze Giebel als markante Wahrzeichen. Von der Hofbierschenke, später zur königlichen Posthalterei. Hier gönnten wir uns ein deftiges Mittagessen.
Nicht zuletzt gab es eine Führung im Schloss Ellwangen. Thema: Hexenverfolgungen und Hexenprozesse in den Jahren 1588 und 1611 bis 1618 in Ellwangen. Am Ende der Führung wurden wir von einer grossen Schafherde am Ausgang des Schlosses „begrüsst“. Den Abschluß bildete ein gemütliches Beisammensein bei Eis und Kaffee.
Wir hatten einen wunderbaren informativen Tag bei dem das Wetter wunderbar mitgespielt hat.
