Bereits in der letzten Redaktionsbesprechung vor der Sommerpause beginnt mit der Suche nach Themen und Inhalt die Planung für den Weihnachtsbrief. Das macht insofern Sinn, da wir uns nach der Sommerpause bereits im September befinden. Der Brief geht in der letzten Novemberwoche turnusmäßig in den Druck. Seit Juni hat sich das Team Öffentlichkeitsarbeit von 3 auf 2 verkleinert. Diese Veränderung hat uns veranlasst, grundsätzlich über den Gemeindebrief nachzudenken.
Von Johanna Rebholz und Rainer Degen
Der gedruckte Gemeindebrief: ein Auslaufmodell?
Wir haben uns zu aller erst gefragt: Braucht es den gedruckten Gemeindebrief noch? Wir leben schließlich in Zeiten von Internet und Smartphone. Wir haben eine Homepage. Dort findet der Leser unter der Rubrik „Aktuelles“ stets die frischen Termine und Ereignisse in der Gemeinde. Darüber hinaus versenden wir einmal im Monat einen Newsletter. Der Newsletter zeigt Beiträge aus der Vergangenheit und informiert über Termine, Konzerte, … im Voraus.
Kirchengemeinderat (KGR) möchte am gedruckten Brief festhalten
Wir wollten und konnten das natürlich nicht allein entscheiden und haben den KGR um eine Stellungnahme gebeten. Der KGR sieht das so:
- Gemeindebrief sorge für Präsenz, sei unser Markenzeichen,
- es komme darauf an, verschiedene Kanäle (Print, Web, social media) für verschiedene Empfängergruppen zu nutzen,
- die bloße Umstellung auf EDV-Form komme bei einem bedeutenden Teil unserer Gemeindemitglieder, vor allem Ältere, nicht an, weil diese proaktiv in die EDV einsteigen müssten. Gerade Pflegebedürftige, die auch kaum noch aus dem Haus kommen, schaffen das nicht,
- unisono wurde in jedem Gesprächsbeitrag die hohe Qualität des Journals (Inhalte, wie Gestaltung) gelobt,
- zur Arbeitsoptimierung könne man dabei die vorhandenen Artikel 1:1 verwenden in den verschiedenen Medien nutzen, um Aufwand zu verringern.
Deshalb bat der KGR darum, den Gemeindebrief zu Weihnachten nochmals in gewohnter Weise herzustellen.

Nach 15 Ausgaben – Zeit für eine Auffrischung
Nach 15 Ausgaben in der aktuellen Form – ungeachtet der obigen grundsätzlichen Fragestellung- fanden wir, dass es Zeit für eine Auffrischung ist und skizzierten Ideen für eine Weiterentwicklung des Briefs bzw. Magazins. Auch bezogen wir die Rückmeldungen wie etwa die teils zu kleine Schrift, die Textlastigkeit, auch die Kritik an den zum Teil hochtrabenden akademischen Inhalten mit ein. Dabei ergaben sich folgende Schwerpunkte:
- Die Leser des Magazins in den Mittelpunkt stellen u.a. die Ereignisse in der Gemeinde in den Vordergrund,
- es muss weiterhin Spaß machen, das Magazin durchzublättern und zu lesen,
- die Beitragseiten sollen etwas einheitlicher werden, die Texte dürfen auch kürzer sein,
- um den Aufwand für die Redaktion zu verkleinern, wird es vor erst kein Interview mehr geben. Der Aufwand ist schlichtweg zu hoch,
- auch werden wir die Idee eines thematischen Schwerpunkts (Leitartikel) nicht stringent befolgen. Wenn es sich ergibt: fein, wenn nicht, dann verzichten wir.
Innovativ: in Design und Größe
Auf dieser Basis werden Sie, liebe Leser, in Kürze ein Heft in den Händen haben, dass Sie – so hoffen wir – nicht nur lesen sondern auch aufheben werden.
Der Fokus des Weihnachtsbriefs liegt auf Nachrichten aus der Gemeinde. Es gibt wieder die kleine Weihnachtsgeschichte, Platz gab es auch für eine Rätselseite.
Beim Design fällt die Änderung besonders beim Aufbau der Beitrags-Seiten auf. Die Beiträge sind nun dreispaltig. Jeder Beitrag zeigt zunächst ein großes Titelbild, mit der Bildunterschrift im Bild. Darunter der Text. Ergänzende Bilder am Rand runden den Beitrag ab.
Die dritte Spalte nutzen wir teilweise für ganz andere Themen, die nichts mit dem Beitrag zu tun haben. Z. B. haben wir dort hier und da einen Auszug der Impulse des Monats des aktuellen Jahres wiedergegeben. Oder in einem Kurzbeitrag den Aufruf zur Orgelspende platziert. Das erhöht den Lesespass, wie wir finden.
Auch die Größe des Magazins stand zur Diskussion. Wie? Das werden wir jetzt nichts verraten. Lasst euch überraschen. So wie wir uns überraschen lassen müssen, denn wir haben den Druck noch nicht in den Händen.
Genug der Worte. In der letzten Novemberwoche versenden wir den monatlichen Newsletter für den Monat Dezember. Die Newsletter Abonnenten können den Brief dann schon vorab lesen. Viel Vergnügen!