Die Renovabis-Pfingstaktion 2026 – Die Situation junger Menschen im Fokus

Die diesjährige Renovabis-Pfingstaktion 2026 stellt die Situation junger Menschen in den Fokus. Unter dem Leitwort „Jugend will Zukunft! Jetzt. Hier. Mit uns.“ lenkt das Hilfswerk die Aufmerksamkeit auf die junge Generation im Osten Europas.

Das Hauptbeispielland der Aktion ist in diesem Jahr Nordmazedonien.

Die Kernanliegen der Aktion 2026

Gegen die Perspektivlosigkeit: Viele junge Menschen in Südosteuropa, insbesondere in Ländern wie Nordmazedonien, leiden unter hoher Jugendarbeitslosigkeit und mangelnden Zukunftsaussichten. Die Folge ist eine massive Abwanderung (Brain Drain) in den Westen.

Der Höhepunkt: Die Pfingstkollekte

Die bundesweite Pfingstaktion startete im Mai mit verschiedenen Veranstaltungen, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen, bei denen Projektpartner aus Osteuropa in Deutschland zu Gast sind und von ihrer Arbeit berichten.

Der traditionelle Höhepunkt ist die Pfingstkollekte am Pfingstsonntag (24. Mai 2026) in allen katholischen Kirchen in Deutschland. Die dort gesammelten Spenden fließen direkt in die Jugend- und Bildungsarbeit von Renovabis.

Wer ist Renovabis?

Renovabis ist das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Es wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz gegründet, um den Menschen in den ehemals kommunistischen Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas beim gesellschaftlichen und kirchlichen Neuaufbau zu helfen.

Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab (Psalm 104,30): „…et renovabis faciem terrae“ – zu Deutsch: „…und du wirst das Angesicht der Erde erneuern“.

Die drei Kernaufgaben

Bei Renovabis steht Solidarität im Vordergrund. Die Arbeit konzentriert sich auf drei Säulen:

  • Kirchlicher und pastoraler Wiederaufbau: Unterstützung bei der Renovierung von Kirchen, Ausbildung von Priestern und Ordensleuten sowie Förderung der Gemeindearbeit nach Jahrzehnten der Unterdrückung im Kommunismus.
  • Soziale und gesellschaftliche Projekte: Finanzierung von Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Reha-Zentren. Ein großer Fokus liegt heute auf der Jugend- und Bildungsarbeit, um der Perspektivlosigkeit und Abwanderung entgegenzuwirken.
  • Brückenbau und Dialog: Förderung des ökumenischen Dialogs (insbesondere mit den orthodoxen Kirchen) und Stärkung des Verständnisses zwischen Ost- und Westeuropa.

Die Finanzierung geschieht hauptsächlich durch Spenden. Dabei besonders die jährliche Pfingstkollekte in den katholischen Kirchen Deutschlands. Dazu kommen Bundesmittel.
Seit der Gründung wurden über 26.000 Projekte mit insgesamt mehr als 850 Millionen Euro unterstützt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.