Der Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich bei seiner Sommersitzung am 7. und 8. Juli mit Bischof Dr. Klaus Krämer intensiv mit den nächsten Schritten im Prozess „Kirche der Zukunft“ befasst.
Bildung neuer Kirchengemeinden
Prozessleiterin Stefanie Oeben stellte die Zeitschiene bis zum 1. Januar 2030 vor, an dem die neuen Kirchengemeinden ihre Arbeit aufnehmen sollen. Barbara Strifler (Projektleitung Umschreibung) berichtete über den Stand des Beteiligungsverfahrens. Die Mehrheit der Gemeinden wird ein Votum abgeben; wo dies ausbleibt, sind weitere Gespräche geplant. Der Priesterrat plädierte für einen transparenten Umgang mit diesen Fällen. Die finale Entscheidung liegt beim Bischof.
Leitung der neuen Gemeinden
Künftige Leitungsmodelle sollen pastorale und geistliche Aufgaben stärken, während die Verwaltung verstärkt von Verwaltungsbeauftragten übernommen wird. Der Priesterrat begrüßte dies und regte klare Kriterien sowie ein transparentes Verfahren für die Auswahl und Qualifizierung künftiger Leitungspersonen an.
Ausbildung pastoraler Berufsgruppen
Das Gremium forderte, die strukturellen Veränderungen stärker in Ausbildung und Berufseinführung zu berücksichtigen. Eine intensivere gemeinsame Ausbildung der verschiedenen pastoralen Berufsgruppen soll die Teamarbeit von Beginn an fördern und die Seelsorge stärken.
Trauungen an alternativen Orten
Ein Entwurf für katholische Trauungen außerhalb von Kirchengebäuden wurde diskutiert. Der Priesterrat betonte, dass die örtliche Flexibilität das Ehesakrament nicht verwässern dürfe und der kirchliche Ritus gewahrt bleiben müsse. Man strebt eine ausgewogene Regelung an, die auch den Bedürfnissen der Brautpaare gerecht wird.
Gesundheitsvorsorge für Priester
Im Fokus stand, wie Priester unterstützt werden können, ihren Dienst langfristig gesund und mit Freude auszuüben. Bestehende Präventions- und Begleitangebote sollen weiterentwickelt und Betroffene ermutigt werden, Hilfe frühzeitig und ohne Hemmungen anzunehmen.
Zum Abschluss bekräftigte der Priesterrat seinen Willen, den Reformprozess konstruktiv zu begleiten. Bischof Krämer dankte für den wichtigen Austausch.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Zusammenfassung eines Beitrags aus dem DRS Mitarbeiterportal vom 21.6.2026 von Ines Szuck