Aus über 1020 Gemeinden sollen 50-80 Raumschaften werden

Diözesanrat beschließt harte Einschnitte

Am 28. und 29. November fand die Vollversammlung des obersten gewählten Laiengremiums der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Kloster Untermarchtal statt.

Die Probleme unserer Kirche kommen von zwei Seiten. Zum einen setzt sich der Mitgliederschwund ungebremst fort und in der Folge sinken die Kirchensteuereinnahmen. An der anderen Front sinkt die Zahl derer, die den Beruf als Seelsorger anstreben.

Unter dem Projektnamen „Seelsorge in neuen Strukturen“ ist es das Ziel, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche stärker von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Der Diözesanrat hatte wohl keinen Handlungsspielraum und beschloss harte Einschnitte. Aus bislang 1020 Kirchengemeinden sollen je nach Auslegung/Fusion 50-80 Raumschaften – ein sperriger Begriff – werden. Im Klartext: die Aufwendungen für Personal müssen sinken.

Parallel dazu ist ja bereits das Projekt „Kirche der Zukunft“ gestartet. Ziel des Projekts ist es unter anderem, den Gebäudebestand der Kirchengemeinden an die finanziellen Möglichkeiten vor Ort anzupassen und etwa durch Vermietung von nicht säkularen Räumlichkeiten neue Einnahmen zu erschließen.

Siehe zum Ergebnis der Rattagung die Erklärung im Video von Bischof Krämer und dem Sprecher des Diözesanrats.

Was ist eure Meinung? Gerne kommentieren am Ende des Beitrags.

3 Gedanken zu „Aus über 1020 Gemeinden sollen 50-80 Raumschaften werden

  1. Die Geschichte im Weihnachtsbrief 2025 „Nik‘laus ein guter Mann“ erzählt sehr schön, wie gut es ist zu schenken ohne etwas zu erwarten. Auch in den Medien sind gerade vor Weihnachten solche Sternstunden in Charity-Sendungen zu sehen. Großzügig spenden Menschen z.B. für Bildung und Schulen in Dritte-Welt-Länder. Man sieht was für ein Privileg es ist zu teilen, und wie erfüllend es ist, christlich zu handeln. Wie schon Jesus lehrte: Geben ist seliger denn Nehmen (Apostelgeschichte 20,35).

  2. Liebe Leserinnen und Leser,
    der Kirchengemeinderat hat sich in seiner Klausur Mitte November mit diesem Thema befasst und ist dabei hierzu ein auf unsere Gemeinde angepasstes Konzept vorzubereiten und der Gemeinde Ende JNuar im Rahmen einer Gemeindeversammlung vorzustellen. Wichtig ist dem KGR, dass sich Gemeindemitglieder möglichst aktiv einbringen.
    Wir begeben uns / sind auf dem Weg, für unser Gemeindeleben wichtige Entwicklungsschritte zu gehen.

    Deshalb auch ganz herzlichen Dank an das Redaktionsteam, das die Bedeutung von „sich auf den Weg machen“ sehr eindrucksvoll aufgezeigt hat.

  3. Danke für diese bewegende Informationen.
    Habe viel Verständnis für die Ergebnisse der Rattagung zum Projekt“Kirche der Zukunft“ und die Notwendigkeit von großen schmerzhaften Korrekturen. Wünsche den Lösungen Suchenden eine glückliche Hand – auch für unsere zukünftig werdende Raumschaft. Bitte, auf dem Laufenden gehalten zu werden.

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