Die Kollekte am Afrikatag ist die älteste gesamtkirchliche Solidaritätsinitiative der Welt. Ursprünglich zur Bekämpfung der Sklaverei eingeführt, fördert die Kollekte heute die qualifizierte Ausbildung von Frauen und Männern vor Ort, die sich ihr Leben lang in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.
Traditionell ist diese Kollekte in unserer Diözese am 1.Januar des Jahres.
Von Rainer Degen
Gundula Gause ist Schirmherrin und meint: „Ein wichtiger Beitrag zur Gleichberechtigung“.
Das Hilfswerk missio Aachen sammelt zum Afrikatag 2024 zwischen dem 1. und 14. Januar in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland Spenden für die qualifizierte Ausbildung von Frauen in Afrika. Bei der vorjährigen Aktion Anfang 2023 wurden rund 810.000 Euro (2022: 667.000 Euro) eingenommen. Schirmherrin des Afrikatages 2024 unter dem Leitwort „Damit sie das Leben haben“ ist die TV-Moderatorin und Journalistin Gundula Gause.
Im Mittelpunkt der Aktion 2024 steht Schwester Teresa Mulenga von den Teresienschwestern in Malawi. Der Orden wurde einst gegründet, um Menschen aus der Sklaverei zu befreien. Für Schwester Teresa bedeutet dieser Auftrag heute, Menschen zu befähigen, für sich selbst zu sorgen. Mit Workshops zur Herstellung von Alltagsprodukten stärkt sie die Selbständigkeit von Frauen und Männern.

Pfarrer Bingener: „Afrikatag ein Zeichen der Solidarität mit Frauen in Afrika“
„Mit dem Afrikatag setzen wir ein Zeichen der Solidarität, insbesondere mit den vielen Ordensfrauen, die das Evangelium konkret in der Hinwendung zu den Armen leben. Besonders lokale Schwesterngemeinschaften brauchen unsere Unterstützung in der Ausbildung und Fortbildung ihres Ordensnachwuchses. Hier helfen wir gerne, weil diese Unterstützung so wirksam ist. Immer mehr Frauen werden so zu Seelsorgerinnen und Sozialarbeiterinnen. Sie alle arbeiten hochengagiert und professionell.“ Mit dieser Perspektive lädt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, zu Spenden für die älteste Solidaritätsinitiative der Weltkirche ein.
Gundula Gause: „Ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur Gleichberechtigung“
„Aus eigener Anschauung von Reisen mit missio weiß ich, dass eine solche professionelle Ausbildung von Frauen im Globalen Süden tatsächlich wirkt. Sie managen als Sozialarbeiterinnen, Katechistinnen, Therapeutinnen oder Anwältinnen erfolgreich Projekte der Kirche und sind in ihrer Heimat für ihre Mitmenschen da“, sagt die Journalistin Gundula Gause, Schirmherrin des Afrikatages.
„Damit erarbeiten sie sich in den noch sehr patriarchalischen Gesellschaften das gleiche Ansehen wie Männer – und leisten somit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Gleichberechtigung. missio hat das verstanden und ist für die Kirche in Afrika ein gesuchter Partner in der Frauenbildung. Dafür können wir alle dankbar sein. Es brauchen aber noch sehr viel mehr Frauen der Kirche in Afrika eine solche qualifizierte Ausbildung. Dafür setze ich mich als Schirmherrin des Afrikatages gerne ein“, unterstreicht Gause.