„Firmung19_20 – anders als geplant“

Die Firmvorbereitung sollte dieses Mal anders sein. Keine Gruppenstunden mehr, sondern monatliche Treffen. Weniger Diskussion, mehr Gefühl. Den Glauben erfahrbar machen. Allein der Gottesdienst sollte ähnlich sein, wie die letzten Jahre: ein großes Event mit Band, Ordner*innen, Kinderbetreuung und vielen Besucher*innen. Es kam anders…

von Eva Schlegel

Die Firmvorbereitung geht los

Der Auftakt zur Firmvorbereitung im September 2019 war ein Informationsabend. 53 Jugendliche meldeten sich zur Firmvorbereitung an und begannen im Oktober. Bei einer Schnitzeljagd durch Kusterdingen lernten sie einander in Gruppen kennen und mussten die ein oder andere Aufgabe gemeinsam lösen.

In sechs Zufallsgruppen unterwegs durch Kusterdingen
November – Dezember –> Gott mit allen Sinnen erfahren

Im November wurde in drei Gruppen an unterschiedlichen Tagen gemeinsam ein 4-Gänge-Menü gekocht. Beim gemeinsamen Essen wurde deutlich, dass Gott auch und besonders in unserem Alltag da ist.

Im Dezember gingen wir den inneren Stärken auf den Grund. Eine Gruppe erkundete in einem kleinen Stationenlauf, was ich, andere und Gott in mir sehen. Die andere Gruppe unterhielt sich mit Simon Schmidt darüber, wie es ist mit einer Behinderung seinen Alltag zu gestalten und welche Stärken man entdeckt.

Januar – „ich glaube…, was glaub ich eigentlich?!?“

Das Januartreffen stand ganz im Sinne des Glaubensbekenntnisses. Das älteste und längste Gebet der Kirche sollte (neu) kennengelernt werden. Dafür gab es für jede Kleingruppe eine Kamera und einen Ausschnitt aus dem Glaubensbekenntnis. Es sollte ein Bild zu diesem Abschnitt entworfen werden. Das Ergebnis gibts im Video:

Februar – Jesus in seinem Leiden begleiten

Mit dem ökumenischen Kreuzweg der Jugend von 2018 setzten sich die Firmlinge mit den Stationen des Leidens Jesu auseinander und erkannten Parallelen zu ihrem Leben. Vorurteile wurden gesammelt, Nägel ins Kreuz geschlagen, Steine vergoldet u. a.

März – alles wird anders

Im März hätten noch drei Termine stattfinden sollen. Ein ganzer Tag zu den sogenannten „Zeichen der Firmung“, die Probe und die Firmung selbst.

Alle drei Termine sind verschoben worden. Zuerst auf unbestimmte Zeit. In den Pfingstferien war klar, dass es keine große gemeinsame Firmung geben wird. Also musste ein neuer Plan her. Die Firmlinge und ihre Familien durften sich entscheiden, ob sie eine Einzel- oder Kleingruppenfirmung noch in diesem Jahr möchten oder ob die Firmung auf 2021 verschoben werden soll, in der Hoffnung, dass dann ein großes Fest wieder möglich ist.

Und so feierten wir im Juni und Juli sechs Firmgottesdienste, im Oktober und November folgen nochmals vier und im März 2021 empfangen dann die anderen 21 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

Die Vorbereitung auf die Gottesdienste fand nun ebenfalls in den Kleingruppen und per ActionBound-App statt. Dabei kamen ganz neue Talente und Gemeinsamkeiten zum Vorschein, die sonst wahrscheinlich, zumindest für mich, unentdeckt geblieben wären.

Allen Neugefirmten von Herzen alles Gute! Allen, die noch auf ihre Firmung warten, wünsche ich Vorfreude.

Die Neugefirmten im Juni und Juli 2020

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