Impuls des Monats Juli

Einmal im Monat gibt es einen Impuls passend zum Kirchenjahr oder zur Jahreszeit. Dabei ist dieser Impuls mal informativ, mal nachdenklich, mal tiefgründig.

Juli. Hochsommer. Die Sonne strahlt und leuchtet am intensivsten. Um Licht, um Leuchten und um Erstrahlen geht es auch im Impuls zu diesem Monat. Der Text ist mir unlängst nach einigen Jahren wieder begegnet.

Er zählt wohl zu den bekanntesten Texten, wenn es darum geht, dass wir unsere eigene Größe anerkennen dürfen. Er beginnt mit den Worten “Unsere tiefste Angst …”  und ist von Marianne Williamson. Sehr oft wird er Nelson Mandela zugeschrieben, der ihn in seiner Antrittsrede als erster farbiger Präsident Südafrikas zitiert hat:

„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns:
Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, talentiert und fantastisch sein darf?

Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich kleiner machst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Wir sollen alle strahlen wie die Kinder.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, befreit unsere Gegenwart andere ganz von selbst.”

Ist das heute – in Zeiten allgegenwärtiger, permanenter (und für mich bisweilen fast schon pathologisch anmutender) Selbstinszenierung und -optimierung noch relevant? Oder vielleicht genau deshalb mehr denn je? Was meinen Sie?

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