Tradition gewordene Ökumene

Durch den jährlich vom Musikverein Wankheim gestalteten Rathaus-Hock in Wankheim ist Ökumene hier zu guter Tradition geworden. Seit nunmehr 20 Jahren findet dieser statt und in all den Jahren ist ein zentraler Punkt des Festes ein ökumenischer Gottesdienst. Auch dieses Jahr wurden Liturgie und Predigt von Frau Pfarrerin Christine Eppler, Evangelische Kirchengemeinde Wankheim, und unserem 2. Kirchengemeinderatsvorsitzenden, Herrn Dr. Egbert Degner, gestaltet. Die Predigt war dreigeteilt: Eppler / Degner / Eppler. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musikverein Wankheim unter der Leitung von Frau Jutta Göhner festlich umrahmt.

Von Egbert Degner

Trotz einer recht unsicheren Wetterlage entschied man sich, den Gottesdienst im Freien zu zelebrieren. Auch die Besucher folgten dem gleich dargestellten Moto des Gottesdienstes, nicht dem Geist der Furcht zu folgen, indem sie ausgesprochen zahlreich ohne Furcht vor einem durchaus möglichen Regenschauer erschienen. Die Entscheidung wurde belohnt. Nicht ein Tropfen kam vom Himmel.

Der Gottesdienst stand, wie bereits angedeutet, unter dem Motto „Wes Geistes Kind wir sind…“ (Timotheus 1,7). Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Als Schriftlesung wählten Frau Eppler und Herr Degner die Geschichte vom Barmherzigen Samariter, Lukas 10.

Musikalische Begleitung durch den Musikverein Wankheim unter der Leitung von Jutta Göhner

Frau Eppler und Herr Degner machten in ihren Predigtteilen deutlich, dass das öffentliche Bekenntnis zum christlichen Glauben heute in einer mehr oder minder säkularisierten Gesellschaft wichtiger denn je ist. Herr Degner erinnerte in diesem Zusammenhang an das katholische Fronleichnamsfest, bei dem man sich in der Prozession in aller Öffentlichkeit zum christlichen Glauben im Geist der Kraft und der Liebe bekennt. Dieses öffentliche Bekenntnis kann in vielfältiger Gestalt erfolgen. In der Fronleichnamsprozession, im ökumenischen Gottesdienst in Wankheim oder ganz einfach im täglichen Alltag.

Die Schriftlesung mit der Geschichte vom Barmherzigen Samariter fordert zum aktiven Tun auf, wenn es dort heißt gehe und handle. Diesem Sendungsauftrag werden wir nur gerecht, wenn wir im Sinne des eben genannten Motos im Geist der Kraft und der Liebe unseren Glauben offen bekennen. Dann machen wir auch deutlich, wes Geistes Kind wir sind. Dies war der Tenor der ökumenisch gehaltenen Predigt.

Das Opfer des Gottesdienstes ging zu gleichen Teilen an die evangelische Kirchengemeinde Wankheim und an unsere Kirchengemeinde zur Finanzierung der diversen Bauvorhaben.

Alles in Allem: Der Gottesdienst war ein gelungenes Zeichen der gelebten und zur Tradition gewordenen Ökumene in unserer Gemeinde.

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