Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, eröffnete Professor Herbert Müther, emeritierter Professor für theoretische Physik an der Universität Tübingen, die neue Vortragsreihe des Themenforums im katholischen Gemeindesaal mit einem spannenden Einblick in die Entstehung der Elemente. Rund zwanzig engagierte Interessierte nahmen an dem Abend teil, der von Josef Göppert moderiert wurde.
Professor Müther erklärte, dass die Welt atomar gesehen sehr „luftig“ ist und die gesamte Masse in den winzigen Atomkernen konzentriert ist. Er beleuchtete das Wechselspiel der Kräfte im Atomkern und den Energiegewinn durch Kernfusion und Kernspaltung. Die leichtesten Elemente wie Wasserstoff und Helium entstanden direkt nach dem Urknall. Schwerere Elemente bis zum Eisen werden in Sternen durch Fusion erzeugt, während die schwersten Elemente wie Gold bei explosiven Ereignissen wie Supernovae oder in Neutronensternen entstehen und ins All geschleudert werden.
Die lebhafte Diskussion umfasste Fragen zur ungleichmäßigen Verteilung von Materie und Energie nach dem Urknall, die Häufigkeit bestimmter Elemente und die Entstehung des Goldes, das wir auf der Erde finden. Auch die beschleunigte Expansion des Universums und die philosophische Frage nach dem Ursprung des Urknalls, sowie das Verhältnis von Wissenschaft und Schöpfungsgeschichte, wurden angeregt besprochen.
Josef Göppert bedankte sich herzlich bei Professor Müther für den interessanten Vortrag. Die Veranstaltungsreihe wird am 19. November mit einem Vortrag über „Pflegeheim, Pflegeheimkosten und Finanzierung“ fortgesetzt.