Angst oder Zuversicht?

Vor ein paar Tagen war gefühlt noch Hochsommer und nun ist plötzlich Herbst. Und wie jeden Oktober fängt ein neues Semester an. Nur ist es dieses Mal für mich besonders. Unser jüngerer Sohn fängt an zu studieren.. Letztes Wochenende haben wir seine Möbel und Sachen in einen Transporter geladen und sind sechs Stunden zu seinem neuen Wohnort gefahren.

Wir sind glücklich, dass er letztlich doch noch ein Zimmer gefunden hat. Ich schwanke zwischen Freude mit und Stolz auf ihn und der Traurigkeit, ihn nun nicht mehr um mich zu haben. Klar ist es gut und richtig, dass er nun seinen Weg geht. Aber die Gefühle folgen eben oft nicht der Logik. Ich finde es gut, sie wahrzunehmen. Das macht uns authentisch. Aber wir sollten uns nicht nur von Ihnen in unserem Handeln lenken lassen… sonst hätte ich meinen Sohn nicht ziehen lassen.
Er dagegen ist zuversichtlich, neugierig, offen, weiß um seine Stärken und Fähigkeiten. Das überwiegt die vermutlich auch mal aufkommende Unsicherheit und Angst vor der Veränderung.

Und wie ist das bei uns allen hier in unserem Land? Hängen wir an der Sicherheit dessen, wie es bisher war? Wollen wir, dass alles beim Alten bleibt? Scheuen wir die Veränderung, die durch neue Menschen aus anderen Ländern hier entstehen kann? Lassen wir uns in unseren Ansichten von Angst leiten? Uns eventuell aufwiegeln? Oder sind wir zuversichtlich, neugierig offen?

Wir sind nicht allein, wir haben unseren Glauben, der uns ermutigt, stärkt, uns Handlungsempfehlungen und Gebote gibt. Wir haben Gott, der bei uns ist und uns zeigt, dass Liebe das Wichtigste ist. Und als Christen können wir voll Hoffnung sein. Glaube, Liebe, Hoffnung und – wie ich finde – Tatkraft. Damit kommt man gut durchs Leben; privat und gesellschaftlich.

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