Buchempfehlung – Arnold Eichmann, ein Weltverbesserer und Rebell

Arnold Eichmann wurde 1927 in St. Gallen in der Schweiz geboren. Nach der Matura absolvierte er ein Wirschaftsstudium. 30 Jahre arbeitete er in leitender Stellung in der Versicherungswirtschaft. Im Jahre 1972 stieß er auf das Buch „Grenzen des Wachstums“. Dies beeindruckte ihn so dermaßen, dass er seine Tätigkeit kritisch zu hinterfragen begann. So entschloss er sich, ein Zusatzstudium in Theologie zu absolvieren und anschließend in der kirchlichen Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Sozial- und Wirtschaftsethik tätig zu werden.

Sein Buch erschien 2007 im Verlag Books on Demand unter dem Titel: „Macht euch die Erde untertan“ – Ein missverstandener biblischer Auftrag.

Von Gerlinde Münch

Als Ergebnis seiner Kurstätigkeit zum Thema „Umweltkrise und biblischer Schöpfungsglaube“ entstand 2007 das Buch „Macht euch die Erde untertan – ein missverstandener  biblischer Auftrag“.
Um einen guten Eindruck zum Inhalt seines Buches zu erhalten, lesen Sie bitte die Kommentare von begeisterten Leserinnen und Lesern.
Bei Interesse, hier die Daten zum Buch: Verlag Books on Demand 2007,  CHF 26.90, 236 Seiten
ISBN-13: 978-3-8334-6246-7

Der Rebell

Auch mit heute 92 Jahren treiben ihn die Themen, die es in unserer Kirche zu beklagen gibt, gehörig um. So hat er einen offenen Brief an seine schweizer Bischöfe geschrieben. Darin empört er sich über die Missstände in den Führungsebenen der katholischen Kirche. Nach der Fernsehreportage  über „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ und den Missbrauch von Gehörlosen in Verona, ist es für ihn unfassbar, dass anscheinend einige noch lebende Übeltäter immer noch in Amt und Würde stünden, trotz Null-Toleranz-Versprechungen des Papstes. Ihm widerstrebe es, das römische System noch als Kirche zu bezeichnen, da es jede Glaubwürdigkeit und Legitimität verloren habe. Aus persönlichen Gründen werde er aber trotzdem nicht aus der Kirche austreten. Von der Dogmatik allerdings habe er sich schon längst verabschiedet. Sie sei ein Konstrukt, das den Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr vermittelt werden könne.
Auch von Papst Franziskus sei er sehr enttäuscht. Die von ihm erhofften Reformen seien ausgeblieben. Für seine schroffe Ablehnung des Frauenpriestertums gäbe es keine exegetische Rechtfertigung. Seiner Meinung nach, sei Franziskus der Systemerhalt in der alten Form wichtiger, als die Glaubwürdigkeit.
Er mahnt, die Zeit dränge und es gehe um die Zukunft der Kirche, die in der größten Krise ihrer Geschichte stecke. Er fordert die schweizer Bischöfe auf, Reformen in eigener Kompetenz in Angriff zu nehmen und das Zölibat, das ein naturwidriges Gebot und ein Verbrechen an der menschlichen Natur sei, abzuschaffen. Für das Zölibat, das im 11. Jh. aus nicht theologischen Gründen eingeführt worden sei, habe er kein Verständnis. Er bittet die Bischöfe, Priester, die heiraten, in den Gemeinden zu behalten. Er fordert sie mit den Worten „Tut in Gottes Namen etwas Tapferes“ auf, aktiv zu werden, ansonsten stünden in 50 Jahren alle Kirchen zum Verkauf, so seine düstere Prognose.

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