Das Orgelspiel von Vittorio Albano verstummt für immer

Am 15. Februar wurde unser langjähriger Organist, Vittorio Albano, nach langer, schwerer Krankheit zu Grabe getragen. Bis zuletzt nahm er rege am Gemeindeleben teil. Er war ein herzensguter Mensch und hatte Freude am Leben und an seinen Mitmenschen. Musik war sein Leben. Ohne ihn ist unsere Gemeinde ärmer geworden.
Vittorio Albano an der Orgel

Geboren wurde Vittorio Albano am 19. Oktober 1946 in Maschiano, als drittletzter von insgesamt 9 Kindern.
• Mit 16 Jahren, also 1962, kam er nach Reutlingen, um hier eine Existenz aufzubauen.
• Bei der Firma Wafios lernte er Fräser und arbeitete gut 20 Jahre lang in diesem Beruf.
• Seine Liebe zur Musik war eine treue Begleiterin in seinem Leben. So nahm er bald Privatunterricht und lernte Klavier und Akkordeon spielen. Alle Arten von Tasteninstrumenten haben es ihm angetan. Später kam die Königin der Instrumente – die Orgel – auch dazu, was zur Ausbildung an der Kirchenmusikfachhochschule in Rottenburg dazugehörte.
• Mit etwa 40 wurde Vittorio Albano selber Musiklehrer, privat und in Hohenstein auf der Alb, wo er bis zu seiner Rente tätig blieb. Vittorio war ein guter Lehrer, er liebte seine Schüler und hat wunderbare Übungsstücke für seine Schüler geschrieben.
• 1964 hat er Erminia Galasso kennen- und lieben gelernt.
• Zwei Jahre später haben sie in San Vito die Normanni bei Brindisi geheiratet.
• Zwei Töchter gehen aus der Ehe hervor: 1970 Anna und 1977 Manuela.
• Später kamen noch vier Enkelkinder dazu.
• 1987 zog die Familie nach Altenburg in die Ungenhalde.
• Vor zehn Jahren begann er in unserer Gemeinde als Organist, was er mit absoluter Zuverlässigkeit und Treue ausübte.
• Vor etwa 7 Jahren hatte er gesundheitliche Probleme und musste operiert werden. Drei bis vier Jahre war alles gut und dann ging es wieder los mit erneuter OP in Frankfurt und anschließenden Therapien.
• Hinzu kam die Erkrankung der Tochter Anna, die letztes Jahr starb – ein schwerer Schlag für die ganze Familie.
• In der letzten Zeit war es ein Auf und Ab, aber verbunden mit einem guten Gefühl, weil sich Vittorio in der Filderklinik gut aufgehoben gefühlt hat und trotz allem auch dort Klavier spielen konnte, was man dort sehr geschätzt hat.
• Vittorio starb am Sonntagabend, am 10. Februar, liebevoll begleitet von seiner Frau Erminia und der Familie.
• Am Dienstag davor, als Pfarrer Begovic ihm die Krankensalbung gespendet hatte, hat er noch die letzten Wünsche geäußert: Verabschiedung in einem Requiem in der Kirchentellinsfurter Kirche, mit Kirchenchor und Brigitte Häberli und Dagmar Tumele an der Orgel. Und so wurde es auch eine sehr große und feierlicher Abschiedsfeier, ganz im Sinne des Verstorbenen.

Unsere Gedanken sind bei der Familie. Wir wünschen ihr viel Kraft und Gottes Segen für die kommende Zeit.

Pfarrer Begovic und die gesamte Kirchengemeinde Christus König des Friedens

Wenn es heißt, dass meine Zeit in Gottes Händen steht, dann sollte man sie zuallererst auch in seine Hände legen! Meine Zeit steht in Deinen Händen. Das ist ein großer Trost, denn dadurch ist mein ganzes Leben in seiner Hand geborgen. So hat es Vittorio gesehen.

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