Gebet – Wegweiser zum Frieden

In unserer Rubrik „Ansätze für einen kulturellen und spirituellen Wandel“ stellen wir in regelmäßigen Abständen Gebete und Texte vor. Diesmal sind es ein Gebet und Texte, die für ein menschlicheres Miteinander werben.

 

Lenke unsere Schritte auf Wege des Friedens!

Lasst uns innehalten
und einander so respektieren, wie wir nun einmal geworden sind

Lasst uns Vertrauen schöpfen
zu einander, zu uns selbst, in das Leben –
damit uns nicht Angst und Vorbehalte leiten

Lasst uns mutig für Gerechtigkeit eintreten
für die Würde der an den Rand Geratenen, der Übersehenen,
der auf Hilfe Angewiesenen

Lasst uns Türen öffnen und Herzen
Fremde willkommen heißen, Hände reichen und zusammenhalten

Lasst uns die kleinen Anfänge feiern:
Gott kam in einem Kind zu uns, damit Friede auf Erden werde.

Text: Bernhard Kraus

 

Ich werde dir von der Gastfreundschaft erzählen. Wenn du dem Landstreicher deine Tür öffnest und er sich niedersetzt, wirf ihm nicht vor, dass er so und nicht anders ist. Denn mit der Schwere in seinen Gliedern, mit dem Gepäck seiner Erinnerungen, mit seinem stockenden Atem und dem Wanderstab, den er in eine Ecke stellte, hungert ihn vor allem danach, irgendwo da zu sein, ein Zuhause um sich zu haben.
Es hungert ihn danach, in der Wärme und im Frieden deines Gesicht zu weilen, das gerecht auf seine Vergangenheit blickt.
Und so fasst er Zutrauen und trinkt die Milch, die du ihm eingießt, und isst das Brot, das du ihm reichst, und das Lächeln, das du ihm schenkst, ist ein warmer Mantel, wie die Sonne für den Blinden.

Text: Antoine de Saint-Exupéry

Bild: Marc Urhausen In: Pfarrbriefservice.de

Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? – Oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Und er wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Matthäus 38 – 40

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