36 Stunden für soziale Gerechtigkeit

Eine Aktion der KAB

Nach den Protesten rund um TTIP, CETA und Co ist es an der Zeit, Visionen für eine neue Wirtschafts- und Handelspolitik zu entwickeln und die bisherige Handelspolitik der EU neu auszurichten. 10 Jahre haben sich die ostafrikanischen Staaten gegen einen Freihandelsvertrag gewehrt, darunter auch Uganda.

Von Jörg Teufel

Bild: KAB In: Pfarrbriefservice.de

Europa beutet Afrika aus

Unmenschliches Freihandelsabkommen

Der neu abzuschließende Freihandelsvertrag (EPA = Economic Partnership Agreement) ermöglicht den zollfreien Import von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus Europa. Dies würde die ostafrikanischen Staaten zwingen ihre Märkte – ohne schützende Zölle – für 83 % aller europäischen Produkte zu öffnen. Der zollfreie Import von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wäre das Ende der ostafrikanischen Landwirtschaft und das kleine Einkommen aus vielen landwirtschaftlichen Projekte, die die KAB zusammen mit der Partnerorganisation CWM (Catholic Workers Movement) initiiert hat, wären am Ende.

Solidarität weltweit

KAB macht mobil

Mit Gottesdiensten, Open-Air-Kino und Aktionen auf Marktplätzen macht die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf die Notwendigkeit von fairen Handelsverträgen mit Ostafrika aufmerksam.
Mit einer Petition „Fluchtursachen bekämpfen-faire Handelsverträge für Ostafrika“ übt die KAB Druck auf die EU aus das sogenannte Wirtschaftsabkommen zu stoppen. Durch den Export von subventionierten landwirtschaftlichen Produkten der EU nach Afrika wird die Existenz der Bauern in Ostafrika gefährdet. Die Folge ist für viele Afrikaner die Flucht nach Europa.
Bereits über 66.000 Menschen haben Online (www.change.org/fairer-handel) mit ihrer Unterschrift ein Zeichen gesetzt. Im Rahmen der 36 Stunden-Aktion gibt es vor Ort die Möglichkeit die Petition direkt zu unterschreiben.
Die KAB importiert solargetrocknete Ananas aus Uganda. Damit leistet die KAB einen konkreten Beitrag zum fairen Handel. Bei ihrer Partnerschaftsreise im Sommer 2018 wurde das Ananasprojekt besucht und die Notwendigkeit von besseren Absatzmöglichkeiten deutlich. Die KAB-Gruppen leisten hierzu einen konkreten Beitrag.

Das Motto lautet:

Fluchtursachen bekämpfen: Faire Handelsverträge für Ostafrika!

Bitte unterstützen Sie die Aktion mit Ihrer Beteiligung unter:

http://www.change.org/fairer-handel

3 Gedanken zu „36 Stunden für soziale Gerechtigkeit

  1. Liebe Heidrun,
    kannst Du bitte noch angeben, wo man diese online_Petition im Internet findet. Danke für Deinen Kommentar! Was leider immer wieder vergessen wird, ist, dass wir durch unser Einkaufsverhalten auf die Wirtschaft als Kunden einen großen Einfluss nehmen können. So lange wir aber Schnäppchenjägerinnen und -jäger sein und möglichst billig an unsere Ware kommen wollen, so lange wird es Dumpinglohn, Kinderarbeit und Knebelverträge für Erzeuger in unserem Land und in anderen Teilen der Erde, wie Südamerika, Asien und eben auch Afrika, geben.

  2. Bitte unterschreiben Sie! Europa kann nicht auf weniger Flüchtlinge hoffen, wenn es gleichzeitig die Lebensgrundlagen vieler Afrikaner dem eigenen Profitstreben opfert! Das ist unsolidarisches, gieriges Handeln ohne Bedenken der Folgen!
    Eine online_Petition zu unterschreiben ist minimaler Aufwand und wenn es genügend Menschen tun, können wir Europaabgeoednete wachrütteln und zum Umdenken bringen.

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