Nein, nicht schon wieder jammern!

 

Als älterer, relativ gesunder Mensch bleibt einem in dieser so fremden Zeit, doch Einiges zu tun: Sich um Haus und Garten kümmern, sich um die Familie mühen, körperlich fit halten, gesellschaftspolitisch auf der Höhe bleiben, gute Bücher lesen, den Hobbies nachgehen …

Aber der Mangel an Gemeinsamen macht doch einem zu schaffen. So ganz besonders die vermisste Nähe zu den Enkelkindern, die vielen ausgefallenen Familienfeiern, schmerzhaftes Fehlen bei der Trauerfeier eines lieben Menschen, das unbeschwerte Reden, sich Nahekommen im vertrauten Kreis, das Zusammensitzen mit den Nachbarn.

Und der Kirchgang. Erst nicht möglich, dann mit Auflagen – Unsicherheit. Seltsame Gefühle: soll ich oder soll ich nicht? Je weiter das letzte Mal sich entfernt, umso schwerer fällt es einem, sich aufzuraffen.

Aber doch ist der Wunsch da, daran teilzunehmen. Weil ansonsten etwas fehlt, das für mich das Besondere eines Gottesdienstbesuchs ausmacht: das schon lebenslang Vertraute, das Sakrale, das Gemeinsame, das Gesprochene, die Empfindungen, das Neue, das ich Mitnehmende…

Also, auf was warte ich noch?

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