Von Freiburg nach Kirchentellinsfurt

Einen Beruf in der Katholischen Kirche anzustreben, ist immer weniger gefragt. Umso schöner ist es junge Erwachsene bei ihrem Weg zu begleiten, wenn sie sich für einen kirchlichen Beruf interessieren. Darum geben wir Student*innen immer wieder die Möglichkeit ein Praktikum in unserer Kirchengemeinde zu machen. Dieses Jahr ist Meike Nestele für vier Wochen bei uns.

Ich bin Meike Nestele und darf mich Ihnen vorstellen. Der Eine oder die Andere hat mich vielleicht in den letzten Tagen schon gesehen. Ich begleite Gemeinderefentin Eva Schlegel seit Anfang März in ihrem Arbeitsalltag und hospitiere zwei Tage in der Woche in der Graf-Eberhard-Schule. Wieso das Ganze? Und wer ich eigentlich bin? Das möchte ich Ihnen gerne im Folgenden erzählen.

Meike Nestele

Wer bin ich?

Ich bin Meike Nestele und studiere seit Oktober 2020 Angewandte Theologie und Religionspädagogik an der katholischen Hochschule in Freiburg. Ich bin in der kirchlichen Jugendarbeit in Böblingen groß geworden mit allem was so dazu gehört. Nach meiner Erstkommunion begann ich zu ministrieren und auch auf das Krippenspiel und die Sternsinger hätte ich nicht verzichten wollen. Nach und nach wurde ich von einer Teilnehmerin zur Leiterin, leitete Gruppenstunden, Freizeiten, war Oberministrantin und organisierte das Krippenspiel. Nach meinem Abi 2017 schwankte ich zwischen einem eher technischen Studium oder einem sozialen Studium und entschied mich schlussendlich dazu Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren. Mein Gedanke dahinter war, dass man sich ja immer noch ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren kann. Also begann ich mein duales Wirtschaftsingenieurstudium an der DHBW Stuttgart am Campus Horb. Als ich im Juli 2020 mein Studium mit dem Bachelor abgeschlossen hatte, war für mich klar, dass ich nicht in diesem Arbeitsbereich bleiben möchte, sondern doch gerne in den sozialen Bereich möchte.

Schlossberg Freiburg

Warum ausgerechnet Angewandte Theologie und Religionspädagogik?

Um ehrlich zu sein wusste ich lange nicht, dass es diesen Studiengang gibt. Zuerst war mein Ziel Soziale Arbeit zu studieren und das möglichst an einer katholischen Hochschule, da ich dachte, dass dann vielleicht ein paar christliche Aspekte in das Studium mit einfließen. So bin ich dann auf die Katholische Hochschule in Freiburg gestoßen. Nach einem Beratungsgespräch an der Hochschule war mir dann klar, dass in die Soziale Arbeit keine christlichen Themen mit einfließen, aber, dass es alternativ die Möglichkeit gibt Angewandte Theologie und Religionspädagogik zu studieren und so Gemeindereferentin zu werden. Dies eröffnet mir mein Hobby zum Beruf zu machen und meine gesammelten Erfahrungen mit einzubringen. Als ich dann auch noch festgestellt habe, dass man bei angewandter Theologie weder das Graecum, noch das Hebraicum braucht, war die Sache klar und ich bewarb mich um einen Studienplatz. Seit Oktober 2020 studiere ich jetzt in Freiburg und darf nun mein erstes Praktikum hier in Kirchentellinsfurt machen. Ich erhoffe mir in diesem Praktikum verschiedene Einblicke in das spätere Berufsbild gewinnen zu können und zu sehen wie Gemeindearbeit in Zeiten von Corona funktionieren kann.

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