„Ein offenes Herz öffnet Türen“ – St. Martin

Wie angekündigt, fand der St. Martins-Gottesdienst am Sonntag, 12. November um 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Jettenburg statt. Unter dem Motto „Ein offenes Herz schließt Türen auf“ feierten rund 150 Besucher einen bunten Gottesdienst. Kinder aus allen Orten der Kirchengemeinde gestalteten den Gottesdienst mit.

Die Geschichte

Im Anspiel stellten die Kinder die Geschichte einer Stadt nach, deren Bewohner zunächst glücklich und zufrieden miteinander lebten. Doch ein großer Krieg mit Hungersnot, Räubern und Bettlern ließ sie eine große Mauer bauen und sie ließen niemanden mehr in die Stadt hinein. Die Bewohner stellten Wachen an das Tor und wiesen alle ab, die um Einlass baten. Und schon bald schlossen sie auch ihre Häuser voreinander ab und wurden übellaunig und misstrauisch.

Alle Fremden werden von den Wachen abgewiesen.

Eines Tages jedoch wurden die Herzen der Bewohner angerührt als drei entkräftete Kinder vor dem Stadttor übernachteten. Die Bewohner überwanden ihre Scheu vor den Fremden, nahmen die Kinder auf, gaben ihnen zu essen und ein Dach über dem Kopf bis sie wieder zu Kräften gekommen waren. Als die Kinder ihre Reise fortsetzten, entschlossen die Bewohner der Stadt, das Tor nie wieder zu verschließen und Fremde wieder bei sich aufzunehmen, denn sie hatten erkannt, dass das nicht nur ein Geschenk für die anderen, sondern auch für sie selbst war.

"Ein offenes Herz macht Türen auf" - Das wissen die Bewohner jetzt

„Liebt einander“

Im Evangelium (Joh 15, 9-17) ermahnt Jesus seine Jünger, dass sie einander lieben sollen, so wie er sie geliebt hat. Und das ist es auch, was der Hl. Martin gemacht hat, als er mit dem Bettler seinen Mantel geteilt hat: Uneigennütziges Handeln aus Liebe. Für uns heute oft nicht vorstellbar, weil wir oft nach dem „Was habe ich davon, wenn ich das tue?“ fragen. Und diese Frage oft im materiellen Zusammenhang verstehen. Zufriedenheit, Gemeinschaft, Glück, Spaß, Freundschaft, … zählen oft nicht als Gewinn für eine Tat. Doch genau das ist es, was Jesus von uns will. St. Martin und die Bewohner haben das schon begriffen, sie haben ihre Herzen aufgemacht.

Sie können für uns ein Vorbild sein, wenn es uns schwer fällt unsere Herzen immer wieder neu zu öffnen.

Martinsumzug mal anders

Aufgrund des schlechten Wetters musste der Laternenumzug mit Reiter und Pferd leider ausfallen. Doch einen kleinen Ersatz konnten alle Besucher im Dorfgemeinschaftshaus erleben. Kurzerhand begleitete das Musikteam mit Flöte und Klavier die Martins- und Laternenlieder und die Kinder liefen mit ihren brennenden Laternen im kleinen Umzug durch den Saal. Das spontane Martinsspiel trug zur allgemeinen Erheiterung bei und die Kinder erlebten wie der Bettler seinen Mantelteil vom Heiligen Martin bekam.

Die gute Stimmung übertrug sich auch auf das gemeinsame Punschtrinken und Martinsbrötchen/-gänseessen. Und so klang der Nachmittag bei guten Gesprächen aus. Danke an alle, die den Gottesdienst, den Punsch, die Brötchen, die Stühle, etc. vorbereitet haben.

2 Gedanken zu „„Ein offenes Herz öffnet Türen“ – St. Martin

  1. Ein großes Lob dem Team für die Vorbereitung und Ideen. Es war ein schöner Gottesdienst / eine würdige St. Martins-Feier zusammen mit den Kindern. Die Feier hätte nur mehr Besucher verdient gehabt!

  2. Die Ideen und Vorbereitungen zum Gottesdienst haben sich gelohnt. Es war ein schöner Gottesdienst mit den zahlreichen Kindern, die begeistert mit getan haben. Die Gottesdienstfeier hätte mehr Besucher verdient gehabt.

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