Corona in Peru – Pater Eduardo berichtet

Pater Edurado, der von unserer Kirchengemeinde unterstützt wird, berichtet, wie die Situation in Peru, besonders in Lima ist.

von Eva Schlegel

Aktuell (Stand 17.09.2020) sind es in Peru insgesamt 744.440 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, davon sind 587.717 wieder genesen und 31.051 Menschen gestorben. (Quelle: Wikipedia) Die Sterblichkeitsrate ist in Peru höher als in anderen Ländern.

Wir haben Pater Eduardo gefragt, wie es ihm und den Menschen um ihn herum geht, und wie die Volksküchen im Moment arbeiten können.

Pater Eduardo

In seiner E-Mail vom März erzählte er, dass sie eingesperrt sind und nicht auf die Straße dürfen. Er schrieb davon, dass er sich große Sorgen um die Menschen außerhalb der Stadt mache, die kein fließend Wasser und nur wenig zu essen haben.

Viele Anfragen erreichten ihn im März, die um Hilfe baten. Er konnte und durfte nicht helfen und fühlte sich einfach nur ohnmächtig.

Im April war es dann endlich wieder möglich die Volksküchen anzukurbeln. Denn montags, mittwochs und freitags durften die Männer auf die Straße, um Lebensmittel und Arznei zu kaufen, dienstags, donnerstags und samstags dann die Frauen.

Lebensmittelpakete sind gepackt und stehen zum Abholen bereit.

Zwar konnte noch kein gemeinsames Kochen und Essen statt finden, aber wenigstens konnten Lebensmittelpakete verteilt werden und so denen, die kein Geld zum Einkaufen hatten unter die Arme gegriffen werden.

In seiner E-Mail vom September berichtet Pater Eduardo von steigender Arbeitslosigkeit, Hunger und Kälte. (In Peru ist gerade Winter) Er erzählt, dass sich das Leben in Peru verändert, die Menschen müssen immer noch zu Hause bleiben, dürfen nur im Notfall aus den Häusern. Es liege daran, dass sich viele Peruaner aufgrund der lateinamerikanischen Kultur nicht an die Ausgangssperre halten und sich das Virus dadurch schnell ausbreiten könne.

Pater Eduardo berichtet aber auch davon, dass die Solidarität steigt. Gerade mit den Menschen, die von Gelegenheitsjob leben und all ihr Erspartes aufgebraucht haben. Es entstehen Volksküchen, bei denen die Menschen für wenig Geld oder kostenlos eine warme Mahlzeit bekommen. Pater Eduardo ist mittendrin und hilft wo er kann.

Auf den Bildern ist zu sehen, wie über offenem Feuer in Pamplona und Hermose, beides Ortsteile außerhalb Limas, gekocht wird.

Wer mehr über die Arbeit von Pater Eduardo wissen und ihn finanziell unterstützen möchte, findet im Artikel „Weihnachtsfreude in die Welt“ mehr Informationen.

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