Der Heilige Martin hoch zu Ross

Am Sonntag, den 11.11.2018 feiern wir unser Martinsfest, wie jedes Jahr, im Dorfgemeinschaftshaus in Jettenburg. Unser Fest beginnt mit einem Familiengottesdienst, der von Kindern mitgestaltet wird.

von Angelika Schmitt

Nach dem Gottesdienst begleiten die Familien den hl. Martin auf seinem Pferd mit Laternen und Liedern. Auf dem Weg wird die Mantelteilung in einem pantomimischen Rollenspiel dargestellt.
Im Anschluss an den Martinsumzug sind alle herzlich eingeladen zu Martinsbrötchen und Kinderpunsch vor dem Feuerwehrhaus.

St. Martin, Mantelteilung

Vorbild der Nächstenliebe

Wir feiern den heiligen Martin, da er für uns durch seine Nächstenliebe ein großes Vorbild ist. Um das Jahr 334 war der 18-jährige Soldat Martin im französischen Amiens stationiert. An einem kalten Wintertag bittet ein Bettler die vorbeiziehenden Soldaten um eine milde Gabe und Martin, der selbst nichts besitzt, versucht dem frierenden Bettler zu helfen. Er teilt seinen Umhang und reicht eine Hälfte davon dem Mann. Der damals nicht getaufte Martin handelt nach Christi Auslegung von Gottes Gebort: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mk 12,31; Mt, 22,39) und nach Christi Worten: „Was du dem geringsten meiner Brüder tust, das hast du mir getan“ (Mt 25,40)

Laterne für St. Martin
St. Martin wie man ihn kennt

Mantelteilung – warum?

Die Bedeutung die Mantelteilung kann auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden.
Zum einen erscheint es unsinnig, seinen Besitz zu teilen, auf die Hälfte zu verzichten, einen Verlust hinzunehmen. Auf der sozialen Ebene entsteht Freude und Zufriedenheit, den eigenen Egoismus überwunden zu haben und so wird aus dem vermeintlichen Verlust ein Gewinn. Auf der christlichen Bedeutungsebene heißt „Teilen“, als Mensch meinen Nächsten  so zu behandeln, wie Jesus Christus uns das vorgelebt hat.

Offenes Herz

Auch heute gibt es zahlreiche Menschen, die darauf angewiesen sind, dass wir mit ihnen teilen und ihnen beistehen. Dazu bedarf es unserer Nächstenliebe, offener Augen und Ohren und eines offenen Herzens.

Gänse haben den heiligen Martin verraten

Das Versteck

Als Martin erfuhr, dass er Bischof werden soll, versteckte er sich. Aber Gott veranlasste durch seine Geschöpfe, die Gänse, dass er durch deren Geschrei entdeckt wurde. 371 wurde er zum Bischof erhoben, nachdem der alte Bischof von Tours gestorben war. Doch Martin war darüber gar nicht froh. Im Gegenteil, er fühlte sich nicht würdig ein Bischof zu sein. Außerdem gefiel ihm der ganze Prunk rund um die Bischofswürde nicht. Er wollte nicht in einem Palast leben, edle Gewänder, Ringe und Ketten tragen. Das war nicht seine Welt. Durch seine Güte und Nächstenliebe ging er in die Geschichte ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.