Diözese: „Wir helfen angesichts dieses Leids, wo immer es uns möglich ist“

Eine Welle der Hilfsbereitschaft geht durch das Land. Wer schon dachte, dass wir müde sind angesichts der vergangenen Jahre durch Flüchtlingsthemen und Corona, sieht nun eine riesige Unterstützung und Motivation, den Menschen aus der Ukraine zu helfen. Wir sehen Frauen und Mütter mit ihren Kindern auf der Flucht. Gleichzeitig verharren die Männer und Väter in der Ukraine. Familien werden auseinandergerissen. Die Sorge um die Zurückgebliebenen ist groß. Es drohen Verletzungen und sogar der Tod. Wir stellen fest, dass diese Katastrophe sich in unserer direkt wahrnehmbaren Nachbarschaft ereignet. Wir sehen diese Menschen tatsächlich als Nachbarn in verschiedener Sicht und spüren das Leiden unmittelbar. Wir erfassen das ganze Unrecht dieses Krieges. Inzwischen sind mehr 2 Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht.

Von Rainer Degen

„Dieser Krieg bedeutet eine humanitäre Katastrophe schrecklichen Ausmaßes und wir als Ortskirche von Rottenburg-Stuttgart helfen angesichts dieses Leids, wo immer uns das möglich ist“, sendet Bischof Fürst ein Zeichen der Solidarität im Rahmen eines Besuchs der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen, in der sich derzeit rund 750 Ukrainerinnen und Ukrainer befinden.

Tagungshäuser und Feriendörfer dienen als Unterkunft

Um die angesichts des Ukraine-Krieges erforderlichen praktischen Hilfen der Ortskirche Rottenburg-Stuttgart schnell und koordiniert für die Notleidenden auf den Weg zu bringen, berief Bischof Dr. Fürst im Bischöflichen Ordinariat das „Koordinierungsteam Ukrainegeflüchtete“ ein.

Dessen Aufgabe ist es, die Arbeit der verschiedenen, mit den Auswirkungen des Krieges und der Vorbereitung der Aufnahme Geflüchteter befassten Hauptabteilungen in der zentralen Verwaltungsbehörde der Diözese zu koordinieren. Dabei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem im Diözesanen Caritasverband (DiCV) eingerichteten Krisenstab, an dem Vertreter des Vorstands, der Caritasregionen, der Geschäftsstelle sowie der Fachverbände teilnehmen.

Die durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart bis jetzt bereitgestellte Hilfe ist vielfältig und entwickelt sich ständig weiter. Sie reicht von aktuell 20 bewilligten Soforthilfe-Maßnahmen in der Ukraine und deren westlichen Grenzregion in Höhe von rund 800.000 Euro durch die Hauptabteilung „Weltkirche“ bis hin zur Öffnung der diözesanen Tagungshäuser und der Feriendörfer des Familienerholungswerks zur Erstaufnahme in Absprache mit den örtlichen Behörden. Zudem werden insgesamt freie Kapazitäten in diözesanen Liegenschaften in Absprache mit den kommunalen Behörden zur Flüchtlingsunterbringung angeboten.

 

 

Wie kann ich helfen? Z.B. durch Unterbringung von Geflüchteten

In einem jüngst veröffentlichten Beitrag auf dieser Seite finden Sie Spendenkonten, wenn Sie mit unterstützen wollen. Siehe dazu den Beitrag: https://christus-koenig.eu/sie-wollen-etwas-tun-hilfe-fuer-die-ukraine/.

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) gibt am Freitag, den 25.3.2022, im Rahmen einer Veranstaltung Hilfestellung für Menschen, die Geflüchtete aus der Ukraine bei sich unterbringen wollen. Hier Details zur Veranstaltung: 

 

Internationales Taizé-Friedensgebet – jeden Freitag

In der Katholischen Kirche St. Johannes in Tübingen gibt es sofort jeden Freitag ein internationales Taizé-Friedensgebet. Hier der Hinweis:

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