Firmung19_20 – Halbzeit

Am 29. März werden voraussichtlich 52 Jugendliche unserer Kirchengemeinde das Sakrament der Firmung durch Weihbischof Thomas Maria Renz empfangen. Wie sie sich darauf vorbereiten, lesen Sie hier.

von Eva Schlegel

Starttreffen am 20. Oktober in Kusterdingen

In zufällig zusammengewürfelten Gruppen mussten die Jugendlichen mit einem IPad bewaffnet durch Kusterdingen gehen und dabei verschiedene Aufgaben lösen.

Eine Aufgabe hieß:

„Wir sind alle unterschiedlich. Jeder und jede hat andere Stärken. Und doch muss für alle Platz sein. Niemand darf ausgegrenzt werden, nur weil er oder sie das eine oder andere nicht kann oder anders macht.

Denn DU bist ein geliebtes Kind Gottes. Er liebt DICH mit allem, was DICH ausmacht.

Eure Aufgabe:
Alle müssen auf der Bank Platz finden. Keine*r darf mehr den Boden berühren.“

Während ihrer Tour sollten die Jugendlichen Müll oder Naturmaterialien sammeln. Am Ende sollten sie diese Aufgabe lösen:

„Legt aus euren Sammelstücken etwas, das für euch mit Kirche zu tun hat, macht ein Bild davon und entsorgt dann eure Sammelstücke im Mülleimer. Falls ihr keinen Müll gefunden habt, sucht Dinge aus der Natur und legt damit etwas, das für euch mit Kirche zu tun hat.“

Diese und weitere Aufgaben mussten die Jugendlichen in der Gruppe lösen und bewältigen. Dabei lernten sie einander ein bisschen besser kennen und bekamen schon etwas Info über die Firmvorbereitung. Dann ging es weiter mit

„Gott im Kochtopf“ im November

In drei Gruppen entdeckten die Jugendlichen, dass Gott auch in ihrem Leben vorkommt, in ganz alltäglichen Dingen, wie zum Beispiel beim Kochen. Und vorallem beim Essen. Jeder Gang des Menüs wurde zuerst gemeinsam vorbereitet und dann im Deuten verspeist.

Beim gemeinsamen Kochen und Essen kommt man ins Gespräch, Jesus hat auch oft mit seinen Jüngern gegessen, sie haben ihn am Brotteilen erkannt (Emmaus-Geschichte). Außerdem stiftet gemeinsames Essen Gemeinschaft. Das spürten auch die Jugendlichen mehr oder weniger. Geschmeckt hat es zumindest fast allen. 🙂

„Wertvoll mit allen Ecken und Kanten“ – Dezember

Im Dezember ging es in zwei Gruppen um das Wertvoll-Sein. In zwei Filmen sahen die Jugendlichen, dass scheinbare Schwächen auch Stärken sein können und dass Begrenztheit nicht immer äußerlich sichtbar ist.

Die Donnerstagsgruppe befasste sich mit den Fragen: „Wie sehe ich mich?“, „Wie sehen andere mich?“ und „Wie sieht Gott mich?“

Leider verging die Zeit so schnell, dass Gott ein bisschen kurz kam, aber deutlich wurde, dass es bei Gott kuschlig warm ist und lecker schmeckt.

Die Freitagsgruppe hatte einen besonderen Gast zu Besuch. Simon Schmidt ist 29 Jahre alt, Gymnasiallehrer für Geschichte und Deutsch, studiert in Tübingen und sitzt im Rollstuhl. Er erzählte den Jugendlichen von seinem Leben mit einer spastischen Lähmung, mit Hindernissen und Erfolgen. Von seiner Familie und seiner Freundin. Dabei ließ Schmidt immer wieder auch lustige Geschichten einfließen, die er auch in einem Buch (das leider noch keinen Verleger gefunden hat) aufgeschrieben hat. Er forderte die Jugendlichen auf sich in die Rolle seiner Geschwister hineinzuversetzen und zu überlegen, was mit einem behinderten Bruder anders wäre.

Auch hier war die Zeit für die vielen Fragen zu kurz und es war schön, dass die Jugendlichen Simon Schmidt so viel Interesse entgegenbrachten.

Wer mehr über Simon Schmidt wissen möchte, kann auch hier nachlesen:

Beitrag in Schreibprojekt ICH BIN NICHT BEHINDERT, ICH WERDE BEHINDERT 2010/2011
Artikel im GEA vom 10.12.2012
Artikel im Tagblatt vom 21.02.2018

Wie es weiter geht

Im Januar beschäftigen sich die Jugendlichen fotografisch mit dem Glaubensbekenntnis und im Februar gibt es einen Kreuzweg, nur für sie. Der März steht mit dem Firmtag zu den Zeichen der Firmung, mit der Probe und dem Gottesdienst ganz im Zeichen der Firmung selbst.

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