Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) – wirkt über den Kirchenraum hinaus

In unserer Gemeinde gibt es eine KAB-Gruppe. Was ist das?

Die “Katholische Arbeitnehmer Bewegung“ gibt es Deutschlandweit und sie ist eine sehr vielfältige aktive Gemeinschaft engagierter Christen. Sie steht für offene Kirche, weil sie über den Kirchenraum und die Gemeinde hinauswirkt und sich stark mit den Lebenswirklichkeiten der Menschen auseinander- und für bessere Bedingungen einsetzt.

von Heidrun Krismer

Einsatz für würdevolle Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten

Aufgrund des christlichen Menschenbildes wollen ihre Mitglieder sich – unterstützt von Hauptamtlichen und mithilfe von Materialien, Positionspapieren und Vorschlägen des Diözesanverbandes und der Bundesebene – für gute, würdevolle Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten für alle Menschen einsetzen. Das beinhaltet Engagement im Sozialen, Politischen und zum Thema Nachhaltigkeit / Schöpfung.
Zunächst ist es eine Art christlicher Berufsverband, der seinen Mitgliedern Rechtsbeistand bietet, sich für gute Arbeit einsetzt, Betriebsräte unterstützt und weiterbildet, Seminare beispielsweise zum Thema Mobbing anbietet, Beratungsstellen hat, mit anderen Verbänden zusammenarbeitet, sich u.a. erfolgreich für die Mütterrente eingesetzt hat und ein alternatives Rentenmodell erarbeitet hat und vieles mehr. Letztes Jahr hatten wir in Kirchentellinsfurt die Ausstellung „Gute Pflege“, und eine Podiumsdiskussion mit Betroffenen, durch die wir uns für bessere Bedingungen für Pflegekräfte und somit auch für die Senioren einsetzen.
Die christliche Solidarität macht aber nicht an Ländergrenzen halt. Daher gibt es das Weltnotwerk und jede KAB-Ortsgruppe hier hat eine Partnergruppe auf anderen Kontinenten.

Bild: KAB In: Pfarrbriefservice.de
Büro von heute: Die Arbeit am Bildschirm

Die Devise lautet: Hilfe zur Selbsthilfe!

Bei uns ist es das „ catholic workers movement“ in Uganda. Hierfür werden der Erlös des jährlich von uns durchgeführten Maultaschenessens für die gesamte Gemeinde an Palmsonntag und die durch den Verkauf von in Kabuwoko hergestellten Waren erzielten Einnahmen weitergeleitet, wenn von dort ein gezielter Projektantrag kommt. Die Devise lautet: Hilfe zur Selbsthilfe! So werden die Menschen dort angeleitet kleine Spargruppen (analog zum Raiffeisensystem hier vor hundert Jahren) zu bilden und sich gegenseitig Microkredite zu geben. Auch werden einheimische Hauptamtliche und Verbandsstrukturen aufgebaut, damit Demokratie und Organisation geübt wird und die die Bewegung unabhängig von uns wird.
Ein weiteres Merkmal von KAB ist die Gemeinschaft und ein sich selbst gegebener Bildungsauftrag. So wird miteinander gefeiert, gespielt, Ausflüge gemacht. Es gibt Vorträge und auf Diözesanebene gibt es Wochenenden für Familien/ Alleinerziehende, Paare, Frauen/Männer, Senioren. Es gibt Städtereisen, Pilgerreisen, spirituelle Angebote, Angebote zur Mütterkurnachsorge… Schauen sie doch mal in unser Jahresprogramm, das in den Kirchenvorräumen in unseren drei Teilgemeinden Kirchentellinsfurt, Kusterdingen und Wannweil ausliegt.
Unsere Ortsgruppe ist offen für neue, jüngere Leute und möchte gerne auch vor Ort noch aktiver und öffentlich sichtbarer werden.

Sind Sie neugierig geworden?

Dann surfen Sie doch mal auf

KAB in der Diözese Rottenburg-Stuttgart  oder

KAB in Deutschland  oder

Stiftung ZASS  oder

Weltnotwerk der KAB

oder nehmen Sie ganz unverbindlich Kontakt auf: Heidrun Krismer, Tel.: 07121/907446 oder h.krismer@freenet.de

Ein Gedanke zu „Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) – wirkt über den Kirchenraum hinaus

  1. Vielen Dank für die umfassende Darstellung der KAB-Arbeit.
    Die KAB ist aktiver Teil der WBCA (Weltbewegung der christlichen Arbeitnehmer) ebenso wie der CWM-Uganda.
    An dieser Stelle müsste noch erwähnt werden, dass der KAB-Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart den größten Teil seiner Spenden für Projekte in Uganda aus dem Osterkerzenverkauf generiert (ca. 35000 €).

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