Machen wir uns zum König oder Königin

„In diesen Tagen werden wir alle von Werbung überschwemmt. Und jetzt kommen wir auch noch und machen da mit, nicht zaghaft, sondern bewusst, vollmundig und überzeugt: Ja, wir machen Werbung für den König.“ so Pfarrer Tomas Begovic im Grußwort zum Gemeindebrief. Will sagen: Der König zeigt uns den Kurs, eine Richtung, einen Sinn.

von Rainer Degen

Einen Kurs haben und Kurs halten

Wir vom Team Öffentlichkeitsarbeit finden: In einer Zeit in welcher dem Einen oder Anderen von uns schon mal der Kurs und die Richtung abhanden kommt, diese Botschaft passt in die heutige Zeit. Die Gesellschaft und die Gemeinschaft drohen auseinander zu fliegen. Jetzt einen Kurs haben und den Kurs halten: das braucht es und das steckt in dieser Botschaft.

Wo genau wir stehen, bleibt noch im Dunkeln

Pfarrer Tomas weiter beim Betrachten des Bildes: „Da haben sich die drei Könige aus dem Morgenland auf den Weg gemacht und wir folgen ihnen. Ganz rechts im Bild ist der Start, leider im Nebel. Wo genau wir stehen, bleibt noch im Dunkeln. Wo bin ich? Wo stehen Sie? Gehen Sie mit? Hauptsache, ich sehe die Könige noch vor mir; die wissen nämlich, wo sie stehen und wohin sie gehen, die haben eine Richtung, ein Ziel. Das ist gut so, denn vieles in meinem Leben ist im Unklaren, manchmal tappe ich im Dunkeln, manchmal verliere ich die Orientierung. Da ist es gut, wenn man starke Rücken und breite Schultern vor sich hat, wenn einer da ist, der sagt, wo’s langgeht.

In Gemeinschaft scheint irgendwie alles leichter und sicherer

„Dann wird es etwas heller. Der Nebel lichtet sich. Auch das ist eine Erfahrung, die ich im Leben immer wieder mache: In Gemeinschaft scheint irgendwie alles leichter und sicherer. Ich wage mal einen Blick hinter den königlichen Rücken hervor. Da ist ein Licht – wie hell und warm! Da geht es hin, wie es scheint. Das magische Lichtgelb zieht uns immer schneller zu sich. Sind wir gespannt, was uns da erwartet? Da empfängt

Titelseite des Gemeindebriefs: Kommt, lasset uns anbeten Friederike Rave, Die Weisen

uns der helle Schein, da umfängt uns die wunderbare Wärme. Seine Quelle ist ein Kind, und seine Liebe ist die Wärme. Und ich bin dabei! Bin ein König, weil mich das Kind den Königen gleich empfängt. Und die?Die falten die Hände und beugen die Häupter. Sie grüßen das Kind wie einen König.“

Ein König, der sie alle empfängt

Und Pfarrer Tomas fragt: „Was für ein Kind! Was für ein König, der sie alle empfängt und mit seiner Liebe umfängt, ob Würdenträger oder Haus­frau, Deutscher oder Weltenbürger, Reicher oder Armer, Alt oder Jung! Ein Kind, das mich zum König macht durch seine sich schenkende Liebe! Ein Kind wie ein König, der uns lehrt: Im Kleinen, im Unscheinbaren, im Verkannten und Versteckten, da ist das Große, denn es trägt die Liebe, die Liebe Gottes, die Gemeinschaft schenkt.

Was für eine schöne Erfahrung im Leben, die wir nun teilen können: Ich bin geliebt, ich bin ein König! Heute und immer! Das kann nur Gott!“

Deshalb die besten Wünsche: frohe Weihnachten in Gemeinschaft und Kurs halten.

Ein Gedanke zu „Machen wir uns zum König oder Königin

  1. … wir sind alle geliebte Königinnen und Könige! Unglaublich diese Wertschätzung, wie sie uns unser Glaube vermittelt! Können wir das annehmen? Kann ich das glauben, daß ich so gesehen werde? Obwohl wir als Menschen alle auch so viele Fehler machen! Kann ich andere in unserer Gemeinde und meinem sonstigen Umfeld so sehen?
    Ich kann es immer wieder neu versuchen. Nicht aus mir selbst heraus, sondern weil Jesus in die Welt gekommen ist und uns so viel vorgelebt hat…..
    Das reicht als Vorsatz für das neue Jahr, oder! ; )
    Ich wünsche allen ein schönes, möglichst friedvolles Neues Jahr!!!

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