„Zukunftsplan: Hoffnung“ – Weltgebetstag 2022

 

Wie jedes Jahr, findet der Weltgebetstag, zu dem christliche Frauen einladen, am ersten Freitag im März statt. 2022 trifft es auf den 4. März. In etwa 150 Ländern, rund um den Globus wird die gleiche Liturgie gefeiert, die diesmal von einem Weltgebetstags-Team aus England, Wales und Nordirland vorbereitet wurde. Alleine in Deutschland feiern mehr als
800 000 Christ*innen diesen Gottesdienst mit.

Von Gerlinde Münch

Landkarte zum Weltgebetstag 2022

Motto

„Informiert beten – betend handeln“, das ist von jeher das Anliegen der Weltgebetstags-Organisationen. Im Blick haben sie dabei vor allem Frauen, die in ihrem jeweiligen Land nur unter schweren Bedingungen leben und überleben können. Das diesjährige britische Vorbereitungsteam will mit ihrem dafür ausgewählten Motto: „Zukunftsplan: Hoffnung“ ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzten. Diese Frauen sind überzeugt davon, dass Spiritualität und Engagement für Gerechtigkeit eng miteinander verknüpft sind.

Gottesdienste am 4. März

In unserer Kirchengemeinde werden in allen drei Kirchen (Wannweil St. Michael, Kirchentellinsfurt Christus König des Friedens und Kusterdingen St. Stephanus) um 19:30 Uhr Weltgebetstags-Gottesdienste angeboten. Leider wird es wegen Corona diesmal danach kein gemütliches Beisammensein, bei landesüblichen Leckereien, geben können. Dafür haben die ökumenischen Vorbereitungsteams ein paar Überraschungen für die Besucher*innen überlegt.

 

Weltgebetstags-Komitee aus England, Wales und Nordirland

Überlegung zur Liturgie

„Was wird aus uns werden? Wie wird es weitergehen – im alltäglichen Leben, aber auch mit unserer Welt im Ganzen?“ Das waren die Gedanken der vorbereitenden Frauen aus England, Wales und Nordirland zur diesjährigen Liturgie. Sie gehen als Christinnen davon aus, dass Gott diese Welt retten wird und sie nicht untergehen lässt! Deshalb wählte das Vorbereitungsteam den Bibeltext Jeremia 29,14, der besagt: „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden …..“. Damit sind wir dazu eingeladen, den Spuren der Hoffnung nachzugehen. Ihre Überzeugung ist es, dass wir auch Samen der Hoffnung aussäen können, in unserem Leben, in unseren Gemeinschaften, in unserem Land und in dieser Welt. Gott werde sie wachsen lassen, daran glauben sie fest.

Gedanken zu Gottesbildern

Die Frauen vom Weltgebetstags-Komitee sind überzeugt davon, dass Gott unbegreiflich ist. Die Bibel beschreibt Gott mit einer Vielzahl von Vergleichen. Manche dieser Bilder sind sogar gegensätzlich. Da wird er als mächtiger Krieger dargestellt und dann wieder als zärtlicher Hirte. Wichtig ist dabei, diese Bilder zusammen zu sehen, um ausgewogen von Gott zu sprechen. Ebenso finden wir in der Bibel männliche und weibliche Bilder für Gott – auch wenn Gott weder Mann noch Frau ist. In diesen Gottesdiensten beten wir „Gott, unsere Mutter und unser Vater“, nicht in der Absicht zu provozieren, sondern um einen kleinen Schritt in Richtung eines umfassenden Verständnisses von Gott, jenseits des Geschlechts, zu tun. Frauen und Männer sollen damit ermutigt werden für neue und tiefere Erfahrungen der Liebe, die Gott für die ganze Schöpfung hat.

Kathedrale in Wells, England

Über Land und Leute

England, Wales und Nordirland haben zusammen etwa 60 Mio. Menschen. Davon sind 52% konfessionslos, 38% christlich, 6% islamisch und 0,5% jüdisch. Regiert wird das Volk von einer parlamentarischen Monarchie. Eine Studie von 2019 stellte fest, dass 23,1% Personen in Großbritannien von Armut bedroht seien, 14 Millionen Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Das alles wurde durch die Pandemie noch verstärkt.
Die gesammelten Gelder aus der Kollekte und den Spenden werden für Projekte in Großbritannien, aber auch für viele andere Projekte auf der Welt eingesetzt. Immer unter der Prämisse „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten.

Wir bitten Sie daher recht herzlich um Ihre Spende, als sichtbares Zeichen gelebter Frauensolidarität.
Spendenkonto: Evangelische Bank EG, Kassel, IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40, BIC: GENODEF1EK1, Verwendungszweck: WGT der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Vielleicht verwundert es, warum nicht alle Teile von Großbritannien bei den Vorbereitungen beteiligt waren und Schottland fehlt. Schottland und auch die Republik Irland haben aus historischen Gründen eigene Komitees gebildet. So bleibt zu hoffen, dass vielleicht mal aus diesen beiden Ländern heraus der Weltgebetstag gestaltet wird.

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