Der Adventskalender 2021: Türen öffnen

Jauchzet, frohlocket! ​
 ​
Jauchzet, frohlocket! Auf preiset die Tage, ​
Rühmet, was heute der Höchste getan! ​
Lasset das Zagen, verbannet die Klage, ​
Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an! ​​

Weihnachtsoratorium, Kantate Nr.1 ​  ​

Liebe Adventskalendergemeinschaft, das war es wohl.
Danke an
euch, dass ihr bis heute dabei geblieben seid.​​

Der heutige Vers klingt ja wie aus einer anderen Welt. ​
Wo doch vieles mühsam erscheint. ​
Es ist ein Power-Song: ​
Von Weihnachten geht Hoffnung aus. ​
Ein Lichtblick für unsere Tage. ​  ​

Gerne haben wir Euch mit diesen kleinen LichtBlicken ​
durch die Adventszeit begleitet. ​
Wir wünschen Euch gesegnete Festtage.​
Und: Lasst die Türen offen!​  ​

Bedanken möchten wir uns bei allen, die Texte und Musik beigetragen haben.
Danke auch an Eckhard Raabe für die
eingesprochenen Texte.​

​

Herzlichst ​
Gerlinde Münch, Rainer Degen, Hanna Molfenter, ​
Sabine Rist & Jürgen Raiser von LichtBlicke​  ​

Musik heute (bisweilen etwas Werbung vorneweg, ihr mögt verzeihen): ​
J.S. Bach WO – BWV 248 Teil1 „Jauchzet frohlocket “ aus der Frauenkirche Dresden.

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Weihnachtssegen   ​

Möge der Segen ​
der geweihten Nacht ​
dir geschenkt werden ​
damit du nicht stolperst
auf steinigen Wegen ​
dich nicht verirrst  ​
auf trostlosen Pfaden ​  ​

Möge der Segen ​
das ganze Jahr bleiben ​
und dich unbeirrbar führen ​
hin zu den Wundern ​
die wachsen und blühen möchten ​
in dir ​

  ​

Cornelia Elke Schray ​

Musik (bisweilen etwas Werbung vorneweg, ihr mögt verzeihen): ​

G.F. Händel, Messias: Halleluja, J Strauss Orchester

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Wunderreich​

Ich wünsche dir eine wunderreiche​
Weihnacht – so reich an Wundern, wie die Nacht damals.​​

Ich wünsche dir eine staunensreiche Nacht – ​
so wie die Hirten gestaunt haben, über die Schar der Engel
und das Wunder ihres Gesangs.
​​

Ich wünsche dir eine Nacht voll Glanz und Licht –
so hell, wie der Stern, der damals den Weg wies.​​

Ich wünsche dir eine wundervolle Weihnacht –
so angefüllt vom Wunder der Menschwerdung –
wie es der Stall damals war.​​

Text: Agnes Huber in: www.impuls-ao.de ​​

Rechte: edition fürstenfeld UG (haftungsbeschränkt)

Musik heute (bisweilen etwas Werbung vorneweg, ihr mögt verzeihen): 

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Komm, lass uns​
einfach mal unvernünftig sein,​
etwas wagen und​
sehen, was wird.​​

[Josef war übrigens auch recht unvernünftig]​​

Komm,​
lass uns die Sterne zählen​
und an Wunder glauben.​

​

Sabine Rist​

Helle Freude​​

Weihnacht sagt:​
Alle Zeit ist schon umfasst von der Ewigkeit, die selber Zeit wurde.​​
Alle Tränen sind im Innersten schon versiegt,
weil Gott selbst sie mitgeweint hat und schon aus seinen eigenen Augen wischte.​​
Alle Hoffnung ist eigentlich schon Besitz, weil Gott schon von der Welt besessen ist.​​
Die Nacht der Welt ist schon hell geworden.​​

Karl Rahner​

​

Aus „Was Weihnachten bedeutet“ ​Verlag Herder, 1. Auflage 2015, ISBN: 978-3-451-80231-7, S. 23​
Druckerlaubnis mit freundlicher Genehmigung der Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Breisgau.​
​

Wir dürfen das Vergangene,​
manches Vergebliche,​
Offengebliebene,​
und Unachtsame​
in die ​
Barmherzigkeit​
Gottes legen.​

​

Wir dürfen das Gelungene,​
Gemeinschaftsstiftende​
und Erhebende​
mit in die Gegenwart nehmen​
und in die liebende Nähe​
Gottes legen.​

​

Wir dürfen unsere Hoffnungen,​
Wünsche und Pläne​
in die Verheißung​
Gottes legen​
dass das Leben siegt​
und Gerechtigkeit aufsprießt:​
Gemeinschaft, Solidarität und Stärkung der Schwachen.​

​

Verfasser*in unbekannt​

Gott fragt immer wieder​
nach Herzenswünschen.​
​

Was wäre Deiner?​

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Neugierig ​​

Neugierig will ich sein, ​
möchte hinter Türen schauen, ​
ob es dort was für mich gibt, ​
zum Sehen, zum Entdecken, zum Staunen. ​​

Neugierig will ich bleiben, ​
auch wenn ich schon vieles gesehen habe. ​
Möchte interessiert und empfänglich bleiben, ​
bereit, mich überraschen zu lassen. ​​

Neugierig will ich wieder werden, ​
auf Gottes Kommen – damals und heute. ​
Möchte Jesu Geburt bewundern, ​
damals im Stall und heute in meinem Herzen. ​

Pfarrer Bernd Rexer,​
Evangelische Kirche Wannweil​

Musik heute „Entscheidung“ von Martin Buchholz

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Gott will ankommen​
in​ unsere Stille​
die uns trotz​
der Hektik umgibt​​

Gott will ankommen​
in unsere Dunkelheit​
die trotz​
der vielen Lichter besteht​​

Gott will ankommen​
in unser Zuhause​
damit es​
menschlich wird​​

Verfasser*in unbekannt​

Regenbogen​

Hoffnung entsteht​
wo Regen und Licht​
in der Begegnung​
in der Brechung​
einander verwandeln​​

Ein Tor​
zu einer ​
anderen Welt​
genau da​
wo​
Himmel und Erde​
einander berühren​
wird das Wunder​
neu geboren​

​

Dr. Claudia Guggemos​

​

Ich danke dir dafür,
dass ich wunderbar
gemacht bin.​

​

Psalm 139,14​

Mit Gott unterwegs​​

Eine Minute Stille​
Eine Minute Bitte​
Eine Minute Dank​
Eine Minute beten für andere​
Eine Minute beten für mich​

​

Verfasser*in unbekannt​

Heimat …​
… ist dort, wo ich willkommen bin​
… wo mir niemand die Tür vor der​
Nase zuschlägt​
… wo es nach Apfelkuchen riecht​
… wo ich sein darf, wie ich bin​
… wo ich weiß: Ich kann nie tiefer ​fallen,
als in Gottes Hand.​

​

Sabine Rist​

Gott kommt an​
leise​
klein​
abseits​
und bringt​
Licht in das Dunkel​
Wärme in die Kälte​
Freude in die Einsamkeit​
Gott kommt an ​
als Mensch.​

​

Barbara Janz-Spaeth​

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Meine Türen zu Gott​​

„Ich habe vor dir eine Tür geöffnet, ​
die niemand mehr schließen kann…“ (Offb 3,8) ​

Durch die Menschwerdung Jesu Christi ​
wurde die Tür zu Gott geöffnet, der Zugang ermöglicht. ​​

Gehe ich durch diese Tür? ​​

Durch meine „Menschwerdung“, ​
Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit? ​
Durch Verantwortung, Engagement, Nächstenliebe? ​

Nur durch Gott komme ich zu mir selbst, ​
begegne ihm in der Tiefe meiner Seele. ​​

Ist aber der Weg frei, meine Tür wirklich offen? ​

Pfarrer Tomas Begovic,​
Christus König des Friedens​

​

Musik heute: Tochter Zion vom Musikverein Wankheim​

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Ein Kompliment verschenken​

​

Schon mal was von der Komplimente-Werkstatt gehört? ​
Die Stadt Lübeck hat dieses Projekt ins Leben gerufen. ​
Es sorgt seither für Lächeln, Wärme, Begegnung. Kreative Ideen werden geboren. ​
Ein Blick auf deren Homepage lohnt sich.
Dort Komplimente zu lesen ist schon herrlich, selbst ein Kompliment zu machen erst recht. ​

Eigentlich ganz einfach …

​

https://komplimentewerkstatt.de/komplimente

Heute sollst du dich nicht​
mit dem Spatz in der Hand begnügen​
und überhaupt​
Spatzen müssen frei sein​
fliegen,​
und gehören​
nicht in Menschenhände.​

​

Heute wünsche ich dir​
nicht weniger​
als einen Engel​
und den auch nicht​
auf dem Dach des Lebens​
sondern​
ganz nah an deinem Herzen.​

​

Cornelia Elke Schray​

​

Wem könntest du diesen Wunsch heute schicken?​

Brot der Freundschaft​
​

Freundschaft ist das Brot,​
wovon Menschen leben.​
Noch im Morgengrauen,​
sogar am Regentag,​
lässt Freundschaft die Sonne aufgehen.​
Und am Abend baut sie eine Leiter​
zu den Sternen.​

​

Joop Roeland​

​

Stern-Stunden​
​

ein unerwarteter Anruf​
ein Lächeln an der Kasse​
eine Umarmung​
…​
und bei dir heute?​

​

Sabine Rist​

​

Jedes Mal,​
wenn wir Gott​
durch uns hindurch​
andere Menschen​
lieben lassen,​
ist Weihnachten.​

​

Mutter Teresa​

Ein Nikolauspsalm​​

Das schiebe ich dir heute in die Schuhe:​​

Gott, du kennst uns Menschen. ​
Große und Kleine.​
Du siehst uns mit liebenden Augen an.​
Du bist keiner der uns etwas in die Schuhe schiebt, der uns klein macht,​
der unsere Fehler mit einem dicken Rotstift markiert,​
der uns mit der Rute droht.​​

Was du uns in die Schuhe schiebst, richtet uns auf.​
Was du uns in die Schuhe schiebst, macht uns groß.​
Du schiebst uns deine grenzenlose Liebe in die Schuhe,​
dein riesiges Vertrauen in uns.​​

Birgit Stubenbordt​​

Was schiebst du heute in die Schuhe?​

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Ich öffne eine Tür zu dir, meinem Nächsten, meiner Nächsten. Wer bist du? ​​

Sehe ich dich hungrig, gebe ich dir zu essen, durstig, gebe ich dir zu trinken. Bist du fremd, nehme ich dich auf, bist du nackt, gebe ich dir Kleidung, bist du krank, besuche ich dich. Bist du im Gefängnis,- deiner Einsamkeit, deiner Vorurteile, deiner Schuld, was es ist – ich mache meine Türe auf und komme zu dir. ​​

Durch meine offene Tür weht der Geist, der uns verbindet und befreit. Dich und mich. ​​

Michael Steibli​​

Musik (bisweilen etwas Werbung vorneweg, ihr mögt verzeihen): Boston Brass – Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140 ( Official Music Video )​​

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Rastlos die Wellen​
öde das Ufer​
schneekalt der Strand​
dort, wo die Sehnsucht​
Gestalt annimmt​
und sich als Bitte​
himmelwärts neigt.​​

Hinter dem Horizont​
unserer Begriffe​
schimmert ein Licht​
kündet die Krippe​
die Mutter, das Kind​
und eine Freude ​
die Herzen wärmt.​
​

Hinrich C.G. Westphal​
aus: Kalender „Der Andere Advent“ 2016/2017, Verein Andere Zeiten e.V. Hamburg, www.anderezeiten.de

Wenn wir uns in unruhigen Zeiten einmal fragen,​

was eigentlich von all der Aufregung,​
von all dem Hin und Her der Gedanken und Überlegungen,​
von all den Sorgen und Befürchtungen,​
von allen Wünschen und Hoffnungen,​
die wir uns machen, wirklich zuletzt übrig bleibt,​
(..) so wird uns gesagt:​

Es bleibt von alldem zuletzt nur eines,​
nämlich die Liebe.​

​

Dietrich Bonhoeffer

Einen Tag lang …​​

Alle Für und Wider​
vergessen – und eine Blaubeertorte​
mit den Fingern essen.​
​
Oder im Bett bleiben und einen
Liebesbrief an sich selbst schreiben.​
​
Sich Geschichten vorlesen und dabei genießen,
wie aus kleinen Worten weite Welten sprießen.​

Dann rausgehen und in den Himmel sehen und
Schritt für Schritt im Inneren spazieren gehen.​​

Einen Tag lang …​

​

Verfasser*in unbekannt​

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Türen öffnen – zu mir 1. Advent

Wieder bleiben die Türen zu in diesem Advent.
Draußen wütet das Virus.
Meine Herzenstür verschlossen – zu schlimm sind die Nachrichten aus den Krankenhäusern.
Das Leiden und Sterben.
Zu schmerzlich ist die Ahnung: Es wäre vermeidbar gewesen.
Zu bitter der Frust.

Wer öffnet die Tür zu mir in diesem Advent?
Wer öffnet mein Herz?
Will ich mich öffnen?
Kann ich mich öffnen?

Christus spricht: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.
Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun,
zudem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Offb 3,20)

Pfarrerin Susanne Fleischer, Evangelische Kirche Kusterdingen

Musik heute (bisweilen etwas Werbung vorneweg, ihr mögt verzeihen): Adventsgruß: Macht hoch die Tür von Timo Böcking

 

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Den Adventskalender gibt es auch auf: WhatsApp, Signal und Instagram.
Zur Anleitung: hier