„Befreiend andersherum zu denken“ – Rückblick Jubiläum Tomas Begovic

Seit über 30 Jahren investierter Pfarrer in der Kirchengemeinde Christus König des Friedens. Das war am 24. September nur ein Grund zum Feiern. Auch auf 40 Jahre Priesterweihe kann Pfarrer Dr. Tomas Begovic zurückschauen.

Beginn mit Festgottesdienst

Im Festgottesdienst, den der Kirchenchor mitgestaltete, ging Begovic in seiner Predigt auf das Evangelium vom Tag ein. (Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, Matthäus 20, 1-16a) Er habe sich überlegt, ob er ein besonderes Evangelium für diesen besonderen Gottesdienst nehmen solle, erklärte er der Gemeinde. Doch dann entschied er sich das zu nehmen, was da ist. So versteht er auch sein Pfarrer-Sein: Das annehmen, was da ist und damit zu arbeiten. Die Menschen annehmen, die zu ihm kommen, mit all ihren Seiten.

Der fröhliche Jubilar

Und dabei auch mal „andersherum zu denken“, denn das sei „befreiend“. Nicht immer die scheinbar offensichtlichen Wege zu gehen, sondern auch einmal den Weg zu nehmen, der anders zum Ziel verläuft. So wie auch Franziskus von Assisi anders handelt: Er fängt bei sich selbst an, erneuert sich selbst und zwar gegen die Ströme seiner Zeit. Begovic will sich immer wieder wie Franz von Assisi an Jesus orientieren. Jesus überrascht seine damalige Welt mit seinen Ansichten und fordert zum anders handeln auf. Nicht umsonst sagt Jesus immer: „ICH aber sage euch…“ Und so ist es auch der Weinbauer, der mit seinem Anders-Handeln überrascht.

Überraschung

Am Ende des Gottesdienstes überraschte der Kirchenchor Begovic noch mit einem kroatischen Lied. Sein Kommentar dazu: „Der Chor hat eine sehr gute Aussprache. Ich habe jedes Wort verstanden.“ Das Lied, das der Kirchenchor sang, bedeutet „Danke“ und wird oft an Jubiläen und Feierlichkeiten gesungen.

Überraschungslied "Danke" auf Kroatisch
Ehemaliger 2. Vorsitzender Herbert Enzensberger

Wie war das damals…

Beim anschließenden Stehempfang konnten die Besucher erfahren, wie das so war als Tomas Begovic, damals noch ohne Doktortitel nach Kirchentellinsfurt kam. Herbert Enzensberger, der damalige 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats, gab einen kleinen Überblick über die Lage, die Begovic 1986/1987 vorfand:

Bewegte Jahre gingen der Amtszeit von Tomas Begovic voraus:

  • drei Pfarrerwechsel in 12 Jahren (Pfr. Härle (1974-1982), Pater Jakob (1983), Pfr. Chelapurath (1983-1986))
  • Bau der Kirche und des Gemeindezentrums in Kirchentellinsfurt (1980-1981)

Als klar war, dass die Pfarrerstelle in Kirchentellinsfurt, Kusterdingen mit Wankheim und Jettenburg und Wannweil ausgeschrieben werden solle, kam noch bevor Pfr. Chelapurath offiziell verabschiedet wurde, ein Anruf bei Enzensberger an. „…Ich möchte bei Ihnen Pfarrer werden“, war die Aussage des Anrufers, der niemand geringers war als Tomas Begovic. Das öffnete ihm bei Enzensberger schon mal alle Türen und so wurde Begovic am 1. Oktober 1986 zum Pfarrverweser eingesetzt, zog ins Pfarrhaus, schrieb seine Doktorarbeit fertig und begann seine Arbeit.

Enzensberger begrüßte ihn bei seiner offiziellen Investitur am 8. März 1987 mit den Worten: „Sie sind ein Glücksfall für uns“, und diese Glück hält bis heute an. Da ist sich Enzensberger sicher und die vielen Gäste an diesem Festtag geben ihm recht.

Ein Bild für den Jubilar

Die Kirchengemeinde mit ihren Gruppen, Kreisen und Verbänden überreichte Begovic ein Bild von Andreas Jauss. Es zeigt ein Kloster, das Begovic selbst schon öfters besucht hat und den Ausblick, den das Bild darstellt, ist ihm vertraut.

Wir wünschen unserem Pfarrer Begovic noch viele gute, gesegnete und gesunde Jahre in unserer Kirchengemeinde.

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