Würden auch Sie gerne Pilgergruppen leiten, dann …..

… erfahren Sie hier, wie Sie das noch in diesem Jahr schaffen könnten.

Wer pilgert, ist schöpferischen Gestaltungskräfte ausgesetzt.  Aus langjähriger Erfahrung weiß Jürgen Rist aus Wannweil zu berichten, dass viele Pilger den Pilgerweg als einen Verwandlungsweg, der einen spirituellen Wandlungs- und Reifungsprozess anregt und unterstützt, erleben.

Von Gerlinde Münch

Landesreferent Jürgen Rist bildet in einem 3-moduligen Quailifizierungskurs Pilgerbelgeiterinnen und Pilgerbegleiter aus.

 

Die erste Schulung fand im Jahr 2017 statt. Ziel war es, den Kinzigtäler Jakobsweg im Nationalpark Nordschwarzwald zu Fuß zu erpilgern. Mit 17 „Pilger-Azubis“ war Jürgen Rist, als Leiter der Gruppe, unterwegs. Seine Aufgabe war es, diese motivierten Menschen zur Pilgerbegleiterin und zum Pilgerbegleiter auszubilden. Getragen wird dieser Ausbildungsgang von der evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Große Nachfrage nach Pilgerreisen

Der Diakon Jürgen Rist, der das Seminar „Ausbildung zum Pilgerbegleiter“  leitet, ist bei den Missionarischen Diensten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg tätig.

„Beim Pilgern geschieht etwas mit den Menschen, es ist mehr als bloßes Wandern“, erklärt er. „Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Wanderweg trägt ein Pilgerpfad immer eine gewisse Symbolik in sich.
Ein Weinberg am Wegesrand etwa lädt zu einem Impuls über Jesu Gleichnis der Weinarbeiter ein.“
Mittlerweile sei die Nachfrage nach Pilgerangeboten allein in Württemberg so hoch, dass eine Einzelperson gar nicht genug Führungen anbieten könne, berichtet Rist. Pilgerbegleiter sollen die Lücke füllen.

Pilgergruppe, Foto von Jürgen Rist
Pilgern auf dem Jakobsweg

Der überzeugte Pilger Rist ist der Meinung, dass Pilgern als Pilgerbegleiter eine neue Dimension erreiche. Man sei nicht mehr nur ein Individuum auf dem Weg, sondern verantwortlich für den Verlauf der Tour. Für ihn mache die Gruppendynamik einen wesentlichen Teil des Pilgerns aus. Daher ist es für ihn auch nicht nachvollziehbar, warum so viele Leute allein pilgern. Gerade das Teilen von Gedanken, aber auch so simplen Dingen wie Mahlzeiten und Wasser mit anderen, das Zusammenwachsen von Fremden zu Gefährten, sollte seiner Meinung nach ein wesentlicher Teil der Erfahrung sein.

Ruhebank auf dem Pilgerweg

Impulse am Wegesrand

Auch die angehenden Pilgerbegleiter wachsen während der Ausbildung als Gruppe zusammen. Nach Abschluss des ersten Moduls erhalten sie ihre erste echte Bewährungsprobe: Sie sollen in Kleingruppen selbst ein Stück des Pilgerweges  vorbereiten. „Teil des Pilgerns ist immer auch die Inszenierung“, gibt Jürgen Rist ihnen auf den Weg. „Wo halte ich, welchen Weg gehe ich, welche Impulse gebe ich wo? Denn erst durch diese Erfahrungen wird der Weg zur Pilgerfahrt und ist kein bloßer Ausflug mehr.“ All das müssen die Pilger-„Azubis“ bedenken. Edith Horcher, Teilnehmerin der ersten Pilgerbegleiter-Ausbildung, und ihre Gruppe bereiteten die zehn Kilometer lange Strecke von Loßburg bis Alpirsbach, entlang des Flößerweges vor. „Wir haben uns auch über die die Geschichte des Wegstücks informiert“, erklärt Horcher. Die harte Arbeit etwa, die die Flößer und Waldarbeiter verrichten mussten, um ihre Familien zu ernähren, habe sie zu einem geistlichen Impuls inspiriert.

Die Auswahl der richtigen Impulse und die sichere Führung einer Gruppe von Menschen erfordern neben theologischen, auch ausgeprägte pädagogische Fähigkeiten. Davon ist Jürgen Rist überzeugt. Deshalb müssen die angehenden Pilgerbegleiter mehr mitbringen, als die Liebe zur Natur und die Freude an der Begegnung mit Menschen. „Ein ausgeprägter Bezug zur Theologie ist erwünscht und Erfahrung in einer leitenden pädagogischen Position ist Voraussetzung, um am Seminar teilnehmen zu können“, sagt Rist. In Württemberg scheint es genug fähige Menschen zu geben. Nach dem großen Erfolg der Pilotgruppe, sind bereits die nächsten Pilger in die Ausbildung zum Begleiter gestartet.

Termine des neuen Pilgerbegleiter-Ausbildungskurses

Modul 1 Basiskurs: 30.08.-01.09.2018
Modul 2 Praxistage: 28.09.-30.09.2018
Modul 3 Umsetzung in die Praxis 01.-02.11.2018

Hier können Sie noch mehr über die Ausbildungsmodalitäten erfahren:

Link zum Flyer
Link zu weiteren Angeboten

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