„Dem Himmel so nah ……“

Liturgische Schätze des Klosters Zwiefalten – unterwegs mit Kunstbegeisterten

Ein kleines Highlight war der Gemeindeausflug sonntagnachmittags am 5. Februar 2017 ins Diöszesanmuseum Rottenburg. Elf Gemeindemitglieder ließen sich auf einen Besuch in die, zu einer Schatzkammer umfunktionierten dunklen Kellerräume des Museums ein. Dort waren in besonders ausgeleuchteten Vitrinen einige kunstvoll gestaltete Gegenstände für den liturgischen Gebrauch der ehemaligen Benediktinerabtei Zwiefalten (aufgelöst 1802) zu sehen.

von Alex Bernhard

Führung durch die Ausstellung

In der anschaulichen, mit historischen Fakten unterlegten Führung erfuhren die Teilnehmenden spannende Geschichten aus der Entstehungszeit der Objekte, die teilweise bis ins vierte Jahrhundert zurückreichte. Besonders beeindruckte eine „Staurothek“ (ikonenähnliche Kreuzesdarstellung mit Splittern des Kreuzes Jesu), welche byzantinischen Ursprungs ist und über Kiew und Polen um 1135 nach Zwiefalten gelangte. Ebenfalls der Kreuzverehrung diente der Magnusstab, ein als Abt-Stab geformtes Reliquiar aus einer Augsburger Werkstätte, entstanden um 1680. Ein weiteres besonderes Reliquiar beinhaltet eine mumifizierte Hand, die dem hl. Stephanus zugeschrieben wird. Auch hinter diesem Schaustück verbirgt sich eine illustere Geschichte von religiöser, aber auch politischer Bedeutung. Der Gebrauch dieser Gegenstände in weihevollen Zeremonien unterstrich die Stellung der jeweiligen Person.

Dem Himmel ganz nah: Austellung im Diözesanmuseums Rottenburg noch bis 2.4.17

Die Säkularisierung überstanden

Was an Gegenständen zu sehen ist, hat auf nahezu wundersame Weise die Säkularisation überstanden und ist heute teilweise in den Besitz der Kath. Kirchengemeinde Zwiefalten zurückgekehrt.

Die Teilnehmer des Gemeindeausflugs waren von dem Besuch der Ausstellung so sehr beeindruckt, dass die Gruppe am Ende den Wunsch äußerte, bald eine gemeinsame Exkursion ins nahe gelegene Zwiefalten zu machen.
Die Kunstschätze sind noch bis 02. April im Diözesanmuseum ausgestellt. Nähere Informationen findet man unter www.dioezesanmuseum-rottenburg.de.

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