Wende zur Konsequenz!

Kardinal Kasper widerspricht deutlich dem reformunwilligen Kardinal Müller. Der Wiener Kardinal Schönborn lädt eine missbrauchte Nonne zum öffentlichen Gespräch im Fernsehen ein und erhält viel positive Resonanz. Kritische Theologen geben dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, einen offenen Brief mit reformerischen Forderungen zur Missbrauchskonferenz nach Rom mit. Kardinal Wölki fordert aber Zurückhaltung …
Und nun sind diese Tage im Vatikan vorbei. Papst Franziskus fasste das Konferenzergebnis der 190 Bischöfe und Kardinäle zusammen und konnte mit seinen sehr pastoralen Worten nur zum Teil überzeugen. Für viele Interessierte und Betroffene fehlten konkrete Schritte.
„Die Beharrungskräfte sind stark, der Rückzug in die fundamentalistische Minderheit erscheint manchen verlockend. Doch Jesus hat zwar seinen Jüngern versprochen, bei ihnen zu sein alle Tage. Eine Bestandsgarantie für die katholische Kirche hat er nicht abgegeben“, schrieb ironisch die Süddeutsche Zeitung in einem Kommentar und forderte die katholische Kirche zu einer kopernikanischen Wende auf.
Und wie gehe ich damit um? Zum Thema Missbrauch: Ein verstorbener Freund und ein Verwandter, studierter Theologe, waren und sind Missbrauchsopfer – mit dramatischen Folgen. Und so fühle ich mich verpflichtet, auch unsere obere Kirchenleitung aufzufordern, noch viel konsequenter und überzeugender dieses erschütternde Unrecht anzugehen.

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